Text etwas redigiert um die Teile die nicht von mir waren herauszunehmen
Original hier: www.heise.de/newsticker/foren/go.shtml?read=1&msg_id=10940326&forum_id=101988 Nein, HP sind hier die Guten! Wenn HP etwas patentiert und dies in Code gießt und diesen per GPLv3 freigibt dann kann HP nach der v3 nicht klagen, wenn jemand diesen v3-Code nutzt. DAGEGEN HAT HP KEINE EINWÄNDE. Somit hat HP kein Problem damit, dass sie ihre Rechte nicht mehr durchsetzen können wenn sie diese für v3-Software verwenden und andere diese v3-Software nutzen. Wogegen HP etwas hat ist, dass JEMAND ANDERES ihre Patente in irgendeine v3-Software einbaut. Dann ist die Gefahr groß, dass HP irgendwann feststellen muss, dass sie selber diese v3-Software vertrieben haben (einfach weil sie die Codeänderung übersehen haben) und dann plötzlich nicht mehr auf die Einhaltung ihres Patents pochen können (da sie durch die Weitergabe gemäß v3 auf ihr Recht verzichtet haben). Es so zu handhaben wäre extrem kompliziert. Täglich werden millionen an Codezeilen geändert. Das würde bedeuten, wenn HP weiterhin Open Source unterstützen will, dann müssen sie extreme Kosten für die Prüfung aller Änderungen die Dritte gemacht haben aufwenden. DAS LÄUFT DEM OPEN SOURCE GEDANKEN ZUWIDER! Und deshalb hat HP vollkommen Recht: Wenn diese Gefahr kann HP gar nicht anders, als v3-Software nicht mehr zu vertreiben. Dadurch kommt es zu einem Split in der Community (die v2-Onlys und die v3-Verfechter) und der Schaden ist auf Seiten vom Open Source, nicht auf Seiten von HP. Ich sehe es also so, dass HP hier einen wichtigen Punkt angesprochen hat, nämlich dass es einer Firma, die plötzlich feststellen muss, dass ein v3-Programm ohne ihr Wissen und ohne ihre direkte Beteiligung, ihre patentierte Technik verwendet, dagegen vorgehen können muss, ohne evtl. dadurch gebunden zu sein, weil einer ihrer subalternen Mitarbeiter einmal jemand anderem eine CD mit genau dieser Software gegeben hat und somit die Firma nicht mehr (gemäß v3) klagen darf.> permalink.de/tino/gplv3
PS: Lies nochmals nach: HP hat auch verstanden, wie clever es ist, dass eine Firma, die ein Patent in v3-Software gießt und anschließend das Patent einfordert, das Recht auf die Nutzung dieser veränderten v3-Software verliert. Das schützt nämlich all die Leute, die v3-Software einsetzen, d. h. das schafft ganz gewaltfrei Frieden, weil niemand "einfach mal so" etwas patentiertes in GPL-Software "hineinschummeln" kann um sich daran hinterher gesundzustoßen. Die Firma sägt sich damit nämlich sehr schnell von jeglicher Verwendung von GPL-Software ab, und GPL-Software wird inzwischen immer wichtiger in der Wirtschaft, d. h. die Firma schneidet sich ins eigene Fleisch wenn sie sich derart unfair verhalten will. Das zieht zwar nicht in Fällen von Patent-Troll-Firmen, aber diese eher entwickeln selten GPL. Wer GPL entwickelt, und zwar mit patentierten Algorithmen, der setzt diese Software auch ein um damit wirtschaftlich Gewinn zu machen, und der wird deshalb dann nicht mehr klagen können, sprich, er gibt seine Patentrechte für diese v3-Software auf. Genau dazu ist HP ebenfalls bereit! PPS: Ich habe nur den Artikel gelesen und habe nichts mit HP oder sonst jemandem zu tun. Sprich, alles was ich hier
hineininterpretiere steht im Artikel, man muss es nur richtig verstehen. PPPS: Ich bin vollkommen gegen Patente. Aber das steht hier nicht zur Debatte. Tatsache ist, dass HP die v3 in ihrer gegenwärtigen Form nicht nutzen könnte, so wie tausende andere Firmen ebenfalls dies nicht könnten. Aus genau denselben Gründen wie HP. Übrigens fallen meine Bedenken hinsichtlich der v3 ähnlich aus. Aber die v3 entwickelt sich, und es wird besser! Wenn der Dialog endlich zuende ist hoffe ich, dass ich die v3 ohne Bedenken für mich einsetzen kann.
Und deshalb ist die v3 ja momentan erst "Draft"!