Teac HD-15-PUK 80 GB, externe USB2 Festplatte mit 2.5 Zoll
Kommentar
Ich kenne mich nur mit dem aus, was ich habe. Ich bin mir nicht sicher, dass die Platten immer in derselben Bauform oder denselben Zusätzen ankommen, anscheinend würfeln die Hersteller leider ihre Produkte zusammen.
Ich habe derzeit folgende 3 Produkte:
- Teac HD-15-PUK-80
- Teac HD-15-OT-80
- Trekstor 80 Gig extern 2,5"
Von den 3 Produkten gefiel für meine Ansprüche die HR-15-PUK-80 am Besten wegen:
- Tasche die auch die USB-Kabel aufnimmt (die anderen haben so etwas nicht)
- Technisch gelungenste Umsetzung (zwar 2 Kabel, aber genau das gefällt mir persönlich)
- Beste LED-Darstellung (2 LEDs in einem LED-Slot)
- Bestes Aussehen (das für mich irrelevant ist, aber wenn man die Platte verschenkt macht sie mehr her)
Die Trekstor ist die im Vergleich billigste Platte, die HD-18-OT-80 hat die One-Touch-Backup-Funktion, die kein echtes Backup darstellt, das aber für einen einfache Verzeichnissynchronisierung ausreichend erscheint. Ich habe hier aber höhere Ansprüche, und die einfach gestrickte Software wird meinen Ansprüchen nicht gerecht. Ich würde außerdem erwarten, dass die Synchronisierung automatisch abläuft, als das Einstecken der Platte dafür ausreichen muß damit eine ständige Replikation im Hintergrund abläuft bis man die Platte abzieht - wozu also noch umständlich einen Knopf drücken?
Bitte meine Kommentare zu diesen Platten unter Amazon.de lesen, ich bin Rezensent vh106, das ist übrigens mein Internic- und RIPE-Handle.
Zur Geschwindigkeit:
Prinzipiell und profan gesagt:
Alle externen Festplatten sind "sauschnell" und "sauleise".
Alle erreichen sie am USB-2-Port locker die 20 MB/s. Am USB-1-Port allerdings ist technisch nur weniger als 1 MB/s zu erwarten, und ich vermute, dass der USB1-Port zu wenig Leistung liefert damit die Platten laufen, sprich, man braucht zusätzlich ein Netzteil (kann man nur optional an die TEAC-Platten anschließen) oder einen USB2-HUB, der über ein Netzteil verfügt. Wichtig ist also, ZWEI freie USB-2-Ports für den Betrieb der Platte zu haben, nur dann ist sichergestellt, dass die Platten auch sicher funktionieren (bei mir reichte immer 1 freier Port, aber eine Garantie dafür gibt es nicht).
Zu den Taschen und dem Aussehen:
Von der HD-15PUK-80 habe ich hier (leider etwas verschwommene) Bilder ins Netz gestellt, auf einem ist die Tasche zu sehen in der man die 2 USB-Kabel unterbringen kann:
Dieser Text wird dort demnächst ebenfalls erscheinen.
Wie ich in meiner Amazon-Bewertung schreibe:
Die Tasche der HD-15OT-80 hat
kein Fach für das USB-Kabel, ebensowenig wie die Tasche vom Trekstore. Nur die der HD-15PUK-80 beiliegende Tasche nimmt die USB-Kabel auf. Ich weiß aber nicht, ob ich zufällig eine besondere Bauform hatte, denn kurz danach gab es einen Modellwechsel.
Optisch sieht die HD-15PUK-80 für meinen Geschmack am besten aus. Danach kommt die Trekstore und danach die HD-15OT-80. Das liegt daran, ich mag keine "Stilbrüche". Die Trekstore sieht "technisch" aus, hat aber in ihrem Erscheinen keinen Stilbruch, während diese billig erscheindende Rückseite der HD-15OT-80 einen starken Kontrast zum Rest des feinen Gehäuses (gebürstetes Aluminium) darstellt, dem Teil des Gehäuses, das eh von der einfach wirkenden Tasche umhüllt wird.
Die Tasche des HD-15PUK-80 wirkt zwar auch eher billig, ist aber eben so konstruiert, dass neben der Platte auch die Kabel reinpassen, und sie ist sehr gut durchdacht. Ich weiß aber noch nicht sicher, ob sie wirklich noch mitgeliefert wird (in einigen Wochen wird wohl noch eine davon bei mir eintreffen, dann weiß ich es). Rein Optisch ist wohl die Tasche des Trekstor am "edelsten", aber funktional gefällt mir diese Tasche nicht, da sie die Platte an einer Ecke nur mit einem Gummiband hält und so die Platte beim Rütteln am schlechtesten schützt.
Am Aussehen sollte man die externe Platte nicht bewerten, und wenn man sie viel transportiert sollte man ihr sowieso etwas eigenes bieten, z. B. eine Männerhandtasche, die es bei "fliegenden Händlern" für wenige EUR gibt. Mit etwas weichem, styroporartigem Verpackungsschaumstoff (z. B. vom Monitor oder aus dem Abfall vom Händler um die Ecke gefischt), den man mit einem Teppichmesser richtig zugeschnitten hat, ist die Platte dann auch vor extremen Stößen geschützt, wie sie schnell vorkommen können, wenn man in der Hektik beim Rennen die Tasche gegen einen vorstehenden Türstock donnert, sie beim Zuschlagen des Kofferraums erwischt wird oder man beim Rückwärtsfahren drüberrumpelt (YKWIM, das wird sie wohl selten überleben). Alternativ liegt die Platte in der Notebooktasche, dort bieten die beiliegenden Taschen ausreichend Schutz, da sie vor den anderen umherfliegenden Teilen (Hubs, PCMCIA-Karten, Netzteilen etc.) ausreichend schützen. Der Praxiswert wird von keiner Tasche beeinträchtigt, alle Taschen erlauben einen Betrieb in der Tasche.
Zur One-Touch-Funktion:
Nur die HD-18OT-80 bietet die One-Touch-Funktion. Es handelt sich dabei um eine superbillig wirkende, funktional schlecht gelöste Biegelasche, die irgendwie einen Taster auslöst. Die anderen zwei Platten haben keine solche Funktion.
Ich habe die Software
nicht getestet, weiß also nicht, wie schnell sie ist. Eine Bewertung ist hier auch mehr als schwierig, weil so etwas stark vom Einzelfall abhängt (große Dateien vs. viele Dateien).
Wie ich in der Amazon-Bewertung schrieb: Die Software ist
nicht als Backup zu verstehen, denn von einem Backup erwarte ich mehr, insbesondere in der Generationenbildung von Dateien. In sofern sind die Versprechungen auf der Verpackung schlichte Lügen.
Aber für den angepeilten Einsatzzweck
erscheint die Software mir geeignet:
Wenn man 3 Rechner hat auf denen ein Verzeichnis sein soll das man zwischen den Rechnern unter Zurhilfenahme der Platte synchronisiert.
Genau diese Funktion
scheint die Software zu bieten. Man installiert sie also auf alle 3 Rechner (ich habe die EULA nicht gelesen, kann sein, dass man die Software aber nur auf einen Rechner installieren darf, womit der Hersteller sich dann aber selber ein Bein gestellt hätte) und stellt sie auf allen 3 Rechnern so ein, dass ein beidseitiger Abgleich des Verzeichnisses mit der externen Festplatte geschieht. Man schließt die externe Festplatte dann an und drückt den Knopf (genauer: Verbiegt die Lasche) und schon wird synchronisiert.
Soweit die Therorie. Ich habe es in der Praxis nicht getestet. Insbesondere, ob NTFS-Streams gesichert werden (was ich stark bezweifle). NTFS-Streams, das sind die "Zusatzinfos" die Microsoft Dateien mit auf den Weg gibt. Z. B. legt Microsoft hier die Quelle der Datei ab, so dass die Sicherheitsmechanismen im Betriebssystem warnen können, dass es sich bei einer Datei um einen unbekannten Internet-Download handelt und nicht um eine Datei die von einem "vertrauenswürdigen" Datenträger (CD-ROM) stammt. Letzterer hat nämlich keine Informationen im NTFS-Stream. D. h. beim Kopieren geht ohne Streams die Sicherheitswarnung verloren.
Langer Rede kurzer Sinn:
Meine Empfehlung ist:
Die Platten unterscheiden sich preislich wenig. Es stellt sich deshalb prinzipiell die Frage, ob man vom Rückgaberecht überhaupt gebrauch machen soll wenn einem die Platte nicht gefällt, denn funktional gibt es eben wenig Unterschiede. Die Rückgabe ist immer mit Aufwand verbunden, der die wenigen EUR die man so sparen kann eigentlich nicht rechtfertigt.
Außerdem muss man immer aufpassen, dass auf den zurückgegebenen Platten keine Daten liegen die wichtig sind. Ein einfacher Format unter Windows reicht
nicht aus, um die Daten zuverlässig zu löschen. Es gibt kein mir bekanntes freies Programm, mit dem ein Laie in der Lage ist, externe Festplatten die mit NTFS versehen sind, sauber und sicher zu löschen. Das liegt daran wie die MFT vom NTFS funktioniert. Ein Umformatieren der Platte auf FAT32 hilft nur bedingt, es ist wahrscheinlich, dass der Laie es nicht schafft, die Platte so zu löschen. Der Einsatz von Linux ist zu gefährlich, der Laie könnte damit statt der externen Platte die interne Plate löschen.
Somit kann man den Test nicht mit den Realdaten durchführen, was für Laien zu aufwendig sein dürfte und es schließt für Laien der hinreichende Funktionstest die Rückgabe der Platte aus.
Ich würde zur HD-15-PUK-80 greifen.
Es ist die Platte, die am besten Aussieht, die beste Tasche dabei hat (hoffendlich auch die aktuellen Modelle, das werde ich bald wissen) und mit 2 Kabeln ausgestattet ist die in der Tasche bequem Platz finden.
Wer Geld sparen will greift zur Tekstor
Die Tasche sieht wohl am Besten von allen aus, die Platte ist optisch konsistent, Funktionalität und Preis sind stimmig.
Wer die One-Touch-Funktion will, greift zur HD-15-OT-80
Wer nicht weiß was er will, sollte auch die HD-15-OT-80 probieren
Bitte unten den Abschnitt über "Backup" lesen!
Selbst auf die Gefahr hin, dass die One-Touch-Funktion unbrauchbar ist, sollte man die wenigen EUR mehr investieren, denn vielleicht reicht die Funktion der Software ja für den Einsatzzweck aus. Evtl. denkt man heute noch gar nicht daran, die One-Touch-Funktion zu verwenden, aber wenn man schon mal so eine externe Platte hat, könnte diese Funktion vielleicht der entscheidende Schritt "Bequemlichkeit" darstellen, den man plötzlich nicht mehr vermissen möchte.
Die Software erscheint mir nämlich genau für den Zweck der Verzeichnisreplikation über mehrere Rechner geeignet zu sein, obwohl ich das nicht ausprobiert habe.
Tatsächlich erscheint mir die Software für den Einsatz durch Laien zu kompliziert. Die Funktionialität erscheint mir zwar richtig, aber wurde beim Programmieren der Anwender vergessen, der sich z. B. darüber wundern dürfte, warum er die Platte auswählen muss, der der "Task" zugewiesen werden kann, der dann wiederum mehrere Aktionen erlaubt.
Der normale Anwender wird lediglich eine Aktion beim Druck auf den Knopf erwarten, und so sollte die Software genau das abfragen, wenn man auf den Knopf drückt, und genau dafür das Formular erscheinen lassen. Weitere Aktionen könnte man in einen Schaltknopf "Erweitert" verbannen, genauso wie es Microsoft immer macht. Natürlich nervt dieses "Laiendenken" den Profi, aber an den Profi wendet sich die Software, die bei dieser Platte dabei ist, nicht, denn für einen professionellen Einsatz erscheint sie mir vollkommen ungeeignet. In sofern ist die Benutzerführung für den normalen Anwender vollkommen ungeeignet, weil unverständlich. Die Funktionalität der Software erscheint allerdings durchaus durchdacht.
Ob die Software die Funktion auch sauber implementiert die sie verspricht habe ich nicht getestet.
Wer eine andere Größe haben will greift zu anderen Größen
Die Platten gibt es oft in 40, 60, 80 und 100 GB. Für meinen Einsatzzweck erscheint mir 40 und 60 GB als zu klein, die 100er-Platten sind derzeit noch überteuert, das optimale Preis/Leistungsverhältnis bieten also die 80er-Platten.
In einigen Monaten wird sich dieses Verhältnis nach oben verschieben, d. h. unbedingt auch die 100er und vermutlich die dann 120er oder prößere Platten ansehen.
Backup
(Diesen Teil hat hier eigentlich nix verloren, ich werde ihn in Zukunft woanders hin verschieben.)
Es sollte hoffendlich klar sein:
Externe 2.5" Festplatten die für Transportzwecke gedacht sind eignen sich nicht für ein ernstzunehmendes Backup. Somit ist die One-Touch-Funktion dafür nicht brauchbar.
Wer ein einfaches Backup des Rechners haben will soll bitte auf erwachsenere, stationäre Lösungen greifen, z. B. die Maxtor One-Touch 300 GB die Dantz Restrospect einsetzt, und ein echtes inkrementelles Backup unterstützt. Für den Laien erscheint mir Retrospect die passende Software zu sein. Wichtig im Zusammenhang mit einem Backup ist, dass man nicht nur ein Backup-Medium einsetzt. Wer also seinen Rechner sichern will kauft 2 der externen Platten, und sichert auf eine Platte automatisch (das geht mit Retrospect) und auf die andere Platte periodisch manuell per One-Touch-Funktion. So ist sichergestellt, dass auf jeden Fall ein Backup da ist, auch wenn das automatische unerkannt versagt hat (oder eine der beiden Platten zusammen mit dem Rechner kaputtgeht, was gar nicht so selten ist).
Als festplattenbasierte Backuplösung für Windows empfehle ich Profis
Acronis TrueImage. Bei mir ist sie im Einsatz und sichert die Daten auf zentrale NAS-Laufwerke die über
Linksys NSLU2 (Leider aktualisiert Linksys seine Seiten selbst für Google zu schnell, so dass es unmöglich ist, einen weiterführenden Link auf Produktinformationen zu legen) realisiert sind. Allerdings verrichtet Acronis die Arbeit derart unsichtbar im Hintergrund, dass dies für Laien zu gefährlich ist. Auftretende Fehler beim Sicherungsprozess nimmt sie der Laie so nicht wahr.
Für Laien ist eine explizit im Vordergrund ablaufende Software wie Retrospect besser geeignet, Profis nervt dieses "Feature" von Retrospect aber unerträglich.
Übrigens eignen sich 2.5"-Platten im stationären Betrieb natürlich als Backup. Tatsächlich sind die kleinen Platten inzwischen viel "zäher" und härter im Nehmen als die größeren 3.5"-Pendants. Geeignet aufgestellt bleiben die kleinen Platten auch kälter als ihre größeren Vorfahren, was eine längere Lebensdauer bedeutet, und nehmen wesentlich weniger Strom auf. Dazu kommt die Möglichkeit der zentralen Stromversorgung via USB.
Insgesamt halte ich 2.5"-Platten entsprechenden Bandlaufwerken wesentlich überlegen. Für den Preis eines DLT-Laufwerks bekommt man heute schon bereits über 1 TB an externen 2.5"-Festplatten inklusive der notwendigen USB-HUBs für die Stromversorgung. Externe 2.5"-Festplatten kosten nur noch ca. das 3-fache von DLT-Bändern, die Platten halten aber im Dauereinsatz wesentlich länger als Bänder (Bänder sind nach ca. 1000 Mount-Vorgängen restlos am Ende, was einem täglichen Dauereinsatz von 1 Jahr entsprechen kann).
Einzig in der Lagerungsfähigkeit sind Bänder den externen Festplatten überlegen. Diese Fähigkeit ist aber in KMUs sekundär und kann dort leicht von CD-R übernommen werden, sofern überhaupt eine Auslagerung notwendig ist und die Daten nicht in Archivservern online lagern, wobei die Archivserver ebenfalls durch das Backupsystem gesichert werden.
In Großunternehmen wird die Datensicherung noch von Bändern übernommen. Aber angesichts von Data-Warehouses, die die Petabyte-Grenze bald erreichen, werden Backupverfahren dort zunehmend illusorisch und von systemimmanenter Härtung gegen Ausfall (sprich: Redundanter Speicherung an mehreren auf dem Globus verteilten Rechenzentren, Löschschutz und impliziter Generationenbildung) ersetzt. Hier werden zwar die Rohdaten noch auf Band gesichert, dies dient aber nicht mehr dem Backup sondern der reinen Archivierung für Nachforschungszwecke.
Die Zeiten der Bänder in Sachen Backup sind somit gezählt. Für Archivierung wird es sie wohl noch sehr lange geben, aber letztendlich werden die magnetischen Archivierungssysteme durch optische Archivierungssysteme ersetzt. Somit werden wir eher eine Rainessance der Mikrofilme erleben, und wer heute als Backup auf Platten setzt wird mittelfristig richtig liegen. Langfristig wird der klassische Backup aussterben, da er mit zunehmender Speicherdichte schlicht nicht mehr leistbar ist.
Im Jahr 2050 wird es etwa 1 Woche(!) dauern, eine Platte vollständig auszulesen, einfach weil der Datenbus nicht schnell genug ist, die enormen Datenmengen zu übertragen. Da ein einzelner Plattenausfall möglich ist, sind andere Formen der redundanten Speicherung notwendig. RAID ist ebenfalls nur bedingt geeignet. Ich erwarte eher die holographieähnliche Speicherung von Daten in eine Plattenmatrix. Mathematisch bedeutet dies, dass man für die Speicherung der Daten, für die N Platten ausreichen würden, N+M Platten verwendet, so dass im Pool N+M beliebig M Platten ausfallen können, dass trotzdem die Informationen der N Platten fehlerfrei wieder gelesen werden können. Die Herausforderung bei dieser Form der Speicherung ist die Überprüfbarkeit, sprich, die Möglichkeit, auch nach Ausfall von M Platten feststellen zu können, ob die Daten auf den N Platten unbeschädigt sind. Genau letzteres leistet RAID nicht.