Ikariam führt die Anarchie ein

In Ikariam ab 0.4.4 gibt es die Anarchie. Das ist die Regierungsform, die zwischen den Regierungsformen existiert. Sie zeichnet sich vor allem durch 25% mehr Korruption aus.

Damit zeigt Gameforge, dass sie offensichtlich Anarchie und Anomie verwechseln:

Hier ein paar Fakten rund um die Anarchie:

  • Die Anarchie kennt keinen Missbrauch einer Machtstellung, und somit auch keine Korruption.
  • Es gibt in der Anarchie auch nicht einmal das Äquivalent von Korruption, was daran liegt, dass es in ihr, im Gegensatz zu allen anderen Gesellschaftsformen, in einer Anarchie keine dummen egoistischen Schweine geben kann. Definiert man Selbstlosigkeit das Gegenteil von Egoismus und sieht es aus der binären Warter, dann gibt es in einer Anarchie nur folgende Typen: Dumme selbstlose Menschen oder intelligente Menschen. Im Gegensatz zu allen anderen Gesellschaftsformen können sich dummer Egoisten nicht vermehren, dieser Phänotyp ist somit stark rezessiv.
  • In einer Anarchie gibt es weniger Gewalt, eine Anarchie ist wesentlich wehrhafter als andere Staatsformen. Beispiel:Einem schwerstbewaffneten Geiselgangster wird es nicht gelingen, mehrere Anarchisten als Geiseln zu nehmen. Anarchisten lassen sich nicht in dieser Form dominieren. Sie sitzen nicht in der Ecke und weinen "Warum hilft mir denn keiner". Sie rennen den Geiselnehmer kollektiv nieder. Im Roman Null A wird nett beschrieben, warum eine atomar bewaffnete Elite-Armee gegen eine handvoll unbewaffneter Anarchisten nicht den leisten Hauch einer Chance hat. Bei den 0a handelt es sich allerdings auch um hochintelligente Anarchisten.
  • Ist jemandem schon aufgefallen, dass Eltern hinsichtlich ihrer Brut Anarchisten sein müssen um gute Eltern zu sein? Denn Eltern, die sich von ihren Kindern regieren lassen, sind ausnahmslos schlechte Eltern. Und das Gesetz akzeptiert das nicht nur so, sondern schreitet sogar ein um die Kinder zu schützen wenn es nicht so ist.
Vor allem wegen der Abwesenheit von sinnloser Gewalt und dummer egoistischer Schweine träume ich oft davon, in einer wahren Anarchie zu leben. Allerdings ist mir der Weg dorthin verbaut, denn 55% der Menschheit zu töten widerspricht ja dem anderen Paradigma, der Abwesenheit sinnloser Gewalt. Obwohl, ist solche Gewalt wirklich sinnlos?

Ach, darüber nachzudenken ist müßig. Alleine dafür notwendige Menge von Munition kann sich keiner Leisten. Naja, außer Multimilliardäre, natürlich. Aber welcher Multimilliardär wäre schon bereit sein ganzes Vermögen in die Aufgabe zu stecken, das Problem um all die vielen Dummen Egoistischen Schweine zu lösen? Oder? ;)

-Tino, 2011-08-01
PS: Zur Klarstellung: Andere Menschen zu töten ist weit schlimmer als nur sinnlose Gewalt. Ich bin strikt gegen die Todesstrafe, denn dieses Modell ist niemals passend. Vergleicht es mal mit dem Modell Tartarus, z. B. Sisyphus, Tityus oder Tantalus. Na, ist so etwas nicht um Längen befriedigender für die Opfer als eine total sinnfreie Todesstrafe durch ein Gericht? Ich war geschockt dass man z. B. an Saddam Hussein das Todesurteil vollstreckt hat. Wie erbärmlich tief muss man moralisch gesunken sein um so etwas einem Mann anzutun, der entmachtet und vollständig unter Kontrolle ist (auch wenn er selber das niemals zugeben würde)? Solch ein Kill ist kein brauchbares Zeichen sondern lediglich der Ausdruck purer Schwäche. In einer ordentlichen Anarchie würde Saddam heute noch leben, damit man ihn besuchen und anspucken kann. Ist zwar auch nicht unbedingt nett, aber der Mensch ist nunmal auch ein Tier, dem man etwas bieten muss. Vergeigt sage ich nur, das und so vieles andere habt ihr total vergeigt.