2007-07-16 China - Tag 4

An diesem Tag geht es mit dem Transrapid zum Flughafen und der Flug nach Peking.

Von der Transrapid-Fahrt, die nur 7 Minuten lang ist, habe ich natürlich ein Video aufgenommen (mal sehen wann ich das hier einstellen kann).

Dann am Flughafen müssen wir auf die Reisebegleitung warten, die Zeit ist etwas knapp (45 Minuten vorher, 30 Minuten ist das Minimum), aber der Checkin geht dann reibungslos über die Bühne. Inlandsflüge in China sind genauso Abgesichert wie bei uns die Auslandsflüge.

Nach dem Checkout (ohne Zoll allerdings) in Peking geht es zum Bustransfer, denn diesmal haben wir keinen Full-Service. Das muss auch mal sein ;)

Also per Bus in die Innenstadt. Da es Hauptbahnhof ist, ist es für uns unwissende Touris nicht zu verfehlen, denn dort hört der Bus auf.

Unklar war uns allerdings, dass der Bus einen nicht am Bahnhof auslädt, sondern ca. 1 km davon entfernt (bei uns wären das noch 2 Haltestellen!). Dort wo wir also sind ist weit und breit nichts von einem Bahnhof zu sehen. Prompt latschen wir natürlich in die falsche Richtung los und das in der - für uns - ziemlichen Hitze!

Ich warte beim Gepäck damit sich meine Begleitung orientieren kann, und siehe da, wenn man sehr sehr sehr lange rumsucht findet sich auch so etwas wie eine Übersichtskarte. Natürlich nicht dort, wo wir diese erwarten, also z. B. in der U-Bahn-Station oder so. Allerdings muss man zur Ehrenrettung der Chinesen sagen, dass wegen der Olympischen Umbaumassnahmen wir natürlich just vor einem U-Bahn-Aufgang standen, der keine Karte enthielt (ein anderer dann hatte sie).

Also wieder den ganzen Weg zurückschwitzen und dann die Straße entlang. Interessant sind die Bürgersteige, die ständig aufhören, vor allem vor Polizeistationen. Dort muss man sich also auf die Fahrbahn wagen, da alles sonst begehbare zugeparkt ist.

Schließlich finden wir unser Hotel auf Anhieb, nachdem wir auch den Hauptbahnhof sehen können:

Harmony Hotel
Youtong Street
No. 59 Suzhou Hutong
Dongcheng District Bejing
P. R. C.

Das Hotel kannte kein Taxifahrer den wir anhielten! Den Hauptbahnhof kennt zwar jeder der Taxifahrer, aber das Hotel ist ihnen unbekannt. Vermutlich haben sie mit dieser Seitenstraße in der es liegt so ihre Probleme. Die Hotelkarte enthält auch keinerlei Hinweis auf den Hauptbahnhof. Da wir nicht wissen wie man den Hauptbahnhof schreibt konnten wir den Fahrern es auch nicht klar machen.

Deshalb der Tipp: Vom Hotelpersonal einen Zettel geben lassen auf dem steht "Bringen Sie mich zum Hauptbahnhof". Von dort ist es nur über die Straße zum Hotel.

Da wir nur einen Tag in Peking sind haben wir uns im Hotel nicht nach Internet erkundigt.

In der Umgebung des Hauptbahnhofs haben wir dann einen Laden gefunden in dem wir uns Wasser für die anstehende Zugreise gekauft haben (das wäre weitgehend unnötig gewesen, aber was soll's). Dann gingen wir in einen Chinesischen Fast-Food "Mr. Lee", in dem uns eine wirklich zuckersüße (und blutjunge) Bedienung mit viel Humor durch die Bestellung half.

Und wir sind hereingefallen! Das ist gar keine chinesische Kette, Mr. Lee kommt aus Amerika und feiert gerade 10-jähriges Bestehen (kann ich natürlich nicht riechen, denn meine Amerikareise ist länger her). Also zur Klarstellung:

  • Zwei Deutsche haben
  • in China
  • in der Hauptstadt
  • gleich direkt gegenüber dem Hauptbahnhof
  • in einem amerikanischen Fastfood
  • chinesisches Essen gegessen.
Wow. Wenn das nicht zeigt wie klein unser Planet geworden ist, dann weiß ich wirklich nicht. Übrigens waren in dem Mr. Lee fast ausschließlich Chinesen, und es war voll, was zeigt, dass es günstig und gut ist.

Da ich feststelle, dass ich Dödel in Deutschland den richtigen Stromadapter (das ist ein kleiner popliger Stecker) für meinen Laptop vergessen habe, erkundigen wir uns nach einem Elektronikmarkt, wo wir das kaufen können. Nach ca. 20 Minuten Taxifahrt kommen wir bei "BuyNow" an.

Dort finde ich fast alles was verfügbar ist:

  • Panasonic DV-Kassetten für 30 Yuan - was als regulärer Preis extrem günstig ist!
  • Und ein UV-Aufsatz für meine Canon-Kamera
Um die Ecke geht es aber erst richtig los. Auf 5 Etagen gibt es Elektronik in jeder Form! Unglaublich, ich habe etwas ähnliches zwar schon in Thailand in Bangkok gesehen, aber derart geballt noch nie. Gleich am Eingang fangen uns ein paar Verkäufer ab, und wir werden dann königlich behandelt wie man es sich als Kunde wünscht. Teils 8 Verkäufer bemühen sich, uns unsere Wünsche zu erfüllen. Vermutlich auch deshalb, weil sie merken, wir kennen uns aus, fühlen uns wohl und sind von der Umgebung fasziniert.

Ich bekomme dort nicht nur den Auto-Adapter, sondern einen kleinen, reisetauglichen Inverter (meiner in Deutschland war einfach zu bullig) für's Auto. Leider bekomme ich keinen GPS-Tracker (so etwas ist hierzulande noch vollkommen unbekannt) und auch das Canon-Weitwinkel-Objektiv gibt es zur Zeit noch nicht (das war auch in Deutschland schon so). Anstelle des GPS-Trackers kaufe ich also eine GPS-Bluetooth-Maus mit SiRF III-Chipsatz. Wie sich auf der Bahnfahrt herausstellt ist das eine gute Entscheidung.

Zurück im Hotel, was eine kleine Odyssee ist, da wir zurück zu den Verkäufern mussten um dem Taxifahrer den Weg erklären zu lassen, waren wir dann im Hotel.

Ich fand - schluck! - ein offenes W-LAN um mir eine freie GPS-Lösung runterzuladen um die GPS-Maus auszuprobieren. Für einfache Anwendung reicht übrigens auch die neueste Putty-Version (die ich natürlich auf dem Laptop habe) aus, da diese auch die serielle Schnittstelle öffnen kann. Nur viel Spaß beim Lesen der GPS-Rohdaten ;)

Wir sind dann frühzeitig ins Bett, da wir wegen der Zugfahrt sehr früh aufstehen mussten.

-Tino, 2007-07-18