2007-07-21 China - Tag 9 - Samstag

Der Plan sagt:

Fahrtraining und Abreise.

Die Reisegruppe wird eingewiesen. Auf die Fahrzeuge, die Verkehrsregeln und was sonst wohl noch alles wichtig ist. Danach geht es los - wenn ich den Plan richtig im Kopf habe. Es wird - es ist der erste Tag für die anderen - wohl eher eine kurze Etappe zum Eingewöhnen.

Dieser Plan kann nicht eingehalten werden. Die Chinesischen Behörden haben Probleme mit unseren Pässen! Die neuen deutschen Pässe haben eine Stelle mehr als der Computer frisst. Aus diesem Grund kann die Behörde nur denjenigen einen Führerschein ausstellen, die - wie ich übrigens - über einen uralten Deutschen Pass verfügen. Drei Leute haben nun Führerscheine um 6 Autos zu bewegen. Nun ja, etwas wenig. Deshalb geht es an dem Tag noch nicht los wie geplant, sondern wir müssen warten. Man hofft darauf, dass es bis zum Abend noch die Führerscheine gibt, aber am Abend zerschlägt sich auch diese Hoffnung. Da am Sonntag die Behörden und das Konsulat nicht arbeiten, werden wir auf Montag vertröstet.

Als Ersatzprogramm gibt es die Chinesische Mauer. Die stand sowieso auf dem Programm, nur fahren wir mit dem Bus statt mit unseren Autos.

Zur Mauer rauf geht es per Kabinenbahn - die ist so langsam, dass selbst Fußkranke Schnecken einsteigen können - und runter dann auf einer Sommerrodelbahn. Zwischen Seilbahn und Rodelbahn liegen ca. 4 km (mir kam es kürzer vor) Mauer.

Anschließend, nach dem Rodeln, trinken wir etwas und anschließend geht es wieder zurück nach Peking. Zurück im Hotel hatten wir etwas Zeit bis zum Abendessen. Wir haben hier den deutschen Supermarkt im Lufthansa-Center besucht, der extrem deutsch sortiert ist. Stäbchen und Klebstoff fanden wir zwar nicht, aber dafür gibt es dort - für exorbitante Preise - Schokolade. Die restlichen Preise dort sind ebenso eher so hoch wie in Deutschland, d. h. für Chinesische Verhältnisse sauteuer.

Als wir ins Hotel zurückkommen wird gerade unser Zimmer sauber gemacht. Jetzt erst? Klar doch, war ja eigentlich nicht geplant, dass wir heute noch im Zimmer sind. Offensichtlich hatte der Room-Service keine Möglichkeit, den Plan schneller zu ändern. Also sitzen wir draußen gemütlich im Gang und machen uns über die Süßigkeiten her die wir eingekauft haben.

Am Abend geht es in ein chinesisches Restaurant. Dort wird unter anderem Peking-Ente serviert, die ist aber nicht so gut wie die am Donnerstag. Viel zu fett. Wir schmunzeln über die Eingebung, dass es vielleicht besonders ist, so fette Ente hier in China zu bekommen, und wir schnöden Europäer diese Delikatesse verschmähen. ;)

Anschließend ist es 22:00 Uhr, ich habe etwas Kopfschmerzen und seile mich ab. Während ich schon schlafe baldovert die restliche Reisegruppe den Plan aus wie es am Sonntag weitergeht.

-Tino, 2007-07-22