Meinung

Tinos Kolumne

  • Ich habe festgestellt, dass ich inzwischen zum Thema Cyberspace im Bereich I2P in meinen Pamphleten mehr geschrieben habe als hier ;)

Der Cyberspace

Hier fasse ich einige meiner "Essays" zum Thema Cyberspace zusammen. Nach und nach wird man hier nachlesen können, wie ich das Universum sehe, warum ich es so sehe und wie es sein kann dass ich es so sehe.

Besonders vorgestellt: Virtualität und Freier Wille

Das Pamphlet behandelt unter anderem das Thema warum es im Cyberspace keine Cyberüberwachung geben darf, sowie sehr viele grundlegende Denkweisen zu dem Thema

Was man hier liest ist Spekulation. Es ist die Form der Erkenntnis, wie ich sie mir zusammengereimt habe. Es mag abartig anmuten, was man hier liest. Tatsächlich aber habe ich nur sehr wenige, grundlegende Annahmen diesen Erkenntnissen zugrundegelegt:

  1. Ich bin nicht allein: Die Annahme, der Gott des Universums zu sein, sich alles ausgedacht zu haben und davon auszugehen, die anderen sind entweder Einbildung oder Manifestation eines anderen Teils seiner selbst, ist eine Annahme, die sehr einsam macht. Deshalb macht sie wenig Sinn. Aus diesem Grund gehe ich von der Annahme aus, dass ich nicht alleine bin.
  2. Das Universum existiert: Filme wie Matrix usw. sind zwar recht nett, aber es macht wenig Sinn, anzunehmen, man lebt in einer "Welt am Draht". Deshalb gehe ich davon aus, meine Sinne trügen mich nicht, wenn sie mir vermitteln, dass es so etwas wie ein Universum gibt.
  3. Die Physik gilt: Hiermit meine ich nicht die einfache Schulphysik die aus "Aktio und Reaktio" besteht, sondern die Quanten- und Stringtheorie. Ich habe Experimente wie "Schrödingers Katze" oder die "Spukhafte Wecheselwirkung" nicht selber überprüft, nehme aber an, dass sie korrekt sind.
  4. Es gibt ein Bewußtsein: Es gibt ein Ich. Die Annahme von der Nichtexistenz eines Ichs führt zu Annahmen a la "Ich bin allein", was ich oben schon ausgeschlossen habe. Naja, nicht ganz. Man kann ein Teil einer Schwarmintelligenz sein, in der man selber zwar eine Form der Freiheit hätte, also nicht alleine ist, aber das Ich dann doch von vielen äußeren Faktoren beeinflußt wird. Von solch einer Beeinflussung gehe ich nicht aus. Es ist also meiner Meinung nicht so, dass man von außen, einer anderen Überintelligenz, einem höheren Wesen oder einfach vom Schicksal gelenkt wird. All diese Annahmen ergeben nämlich ein ziemlich ödes Weltbild.
Das war's schon. Mehr Annahmen treffe ich nicht. Der Rest ergibt sich dann quasi von selber, nämlich dass so jeder Mensch als Informationsverarbeites System Teil des Cyberspace ist.

Was ich hier aufschreibe fällt nicht vom Himmel. Es ist die Erkenntnis, meine Erkenntnis, die sich über Jahrzehnte ergeben hat. Wie ein Puzzle fügt sich immer mehr ineinander, je mehr neue Erkenntnisse ich in Sachen Quantentheorie usw. finde. So haben mich einige Erkenntnisse der letzten Zeit, die für andere überraschend oder konträr erschienen, nur zu einem leisen, aber erfreuten "Aha" gebracht, weil wieder ein Puzzlestein seinen wohlverdienten Platz gefunden hat.

Es ist interessant, dass mein Weltbild, das ich "sphäroides Weltbild" nenne, problemlos mit allen neueren Erkenntnissen in Forschung und Technik wunderbar zusammenarbeitet. So wurden oft nur Unklarheiten beseitigt, von denen ich nicht verstanden habe, warum sie da sind. Nein, ich habe nichts vorausgesehen. Ich bin nicht kreativ in diesem Sinne. Ich habe lediglich eine Sicht auf unser Universum, von der ich festellen muß, dass ich bisher nicht in der Lage war, auch nur etwas zu finden, das diese Sicht falsifiziert.

Da diese Sicht aber sehr einfach ist, wie man sieht geht sie von nur sehr wenig Prämissen aus, und auch keine Hilfe eines Metas (wie ein Göttliches Wesen) braucht, erscheint mir, nach wissenschaftlichen Erkenntnissen, meine Ansicht als relativ gut und ausgewogen, jedenfalls besser als andere Weltbilder, die ich so vernommen habe.

Interessant ist auch, dass mein Weltbild nur für mich gilt. Ich erwarte nicht, dass ich es anderen überstülpen können muss. Es ist überhaupt kein Problem für mich, andere Anschauungen zu akzeptieren. Und all das ergibt sich aus den obigen Annahmen.

-Tino, 2005-07-29