Die Idee hinter dem Artikel ist, zu erklären, warum ich mich primär als virtuelles Lebewesen begreife, dessen Lokalität sich nur in meiner matierellen Existenz manifestiert. Es erklärt auch, warum ich mit Ansichten wie Seele, Gewissen und Göttern so meine Probleme habe.
Der Cyberspace
In folgendem Artikel schreibe ich nieder, warum ich davon ausgehe, dass der Cyberspace (aka Internet) mehr als unser Universum ist. Oder genauer: Das Internet erschließt uns erst noch eine Erkenntnisebene unseres Universums, die vorher für uns verschlossen war.
Alles was ich hier schreibe ist hochspekulativ. Allerdings ist es die einfachste Erklärung die ich für alles finden konnte. Bitte beachten, dass ich hier nicht Beweise erbringe, sondern schlicht meine Meinung aufschreibe.
Die meisten Erkenntnisse habe ich irgendwo schamlos aus Spektrum der Wissenschaft gestohlen, aber ich habe keine Ahnung mehr, wo, wann und warum.
Deieinigkeit
Das Universum ist Materie, ist Energie, ist Cyberspace. Alles drei ist gleichwertig. Es manifestiert sich als Teilchen, Welle und Information. Je nachdem, welchen Detektor ich aufstelle, messe ich den Teilchen-, Wellen- oder Informations-Charakter eines Teilchens.
Information
Der Informations-Charakter ergibt sich z. B. aus der Tatsache der Quantenteleportation oder der letztlich nachgewiesenen überlichtschnellen Transport von Information. Man wird feststellen, dass nicht die Teilchen sich mit Überlicht bewegen, sondern nur die Information spukhaft fernübertragen wurde. Sie läßt sich also mit statistischen Methoden manifestieren.
Prinzipiell ist in diesem Universum nichts an die Lichtgeschwindigkeit gebunden, was aus der "Spukhaften Fernwirkung" (so Einsteins Bezeichnung für die Effekte bei verschränkten Teilchen) der Quantentheorie hervorgeht. Allerdings kann man nichts mit Überlicht transportieren, woraus sich die Einsteinsche Gleichzeitigkeit ergibt. Und daran braucht man nicht zu rütteln, denn es gibt anscheinend einen Weg diese Beschränkung zu umgehen.
Das Experiment, in dem Beethoven in einem Hohlleiter mit Überlicht transportiert wurde, zeigt, dass sich die "Spukhafte Fernwirkung" per statistischen Methoden offensichtlich zur überlichtschnellen Vermittlung von Information eignet. Das ist gleichbedeutend damit, dass man Materie und Energie überlichtschnell vermitteln kann.
Mein Denkansatz ist dabei der, dass hier nicht gegen Naturgesetze verstoßen wird. Es wird lediglich aufgrund der Fülle von ausgelösten Spukhaften Fernwirkungen von sowieso durch virtuelle Paarbildung (oder was und wie auch immer) entstandenen verschränkten Teilchen auf der Seite des Detektors die Wahrscheinlichkeit einer Messung beeinflußt. Aus ausreichend vielen Messungen läßt sich, unter Ausnutzung (und damit Zerstörung) der inhärenten Verschränkung die Statistische Abweichung ermitteln, und somit Information überlichtschnell vermitteln. Ich messe also nicht die Information die übertragen wird, sondern die Auswirkung dieser entfernten Information auf meinen aktuellen Zustand. Genau das ist dank spukhafter Fernwirkung logisch gesehen zeitlos, also instant.
Vorsicht: Das hat nichts mit Einsteinscher Gleichzeitigkeit zu tun! Man kann damit nicht die Zeitdillation austricksen. Das liegt daran, dass ich zur Übermittlung von Information in diesem Zusammenhang den Bezugsrahmen des Empfängers kennen muss. Ich muss auch wissen, wo er sich relativ zu mir befindet. Deshalb kann ich mit dieser Methode keine Uhren synchronisieren, also eine Art "Übergleichzeitigkeit" schaffen. Ich muss mit dem Empfänger synchronisiert (also z. B. durch eine Schlauchleitung verbunden) sein, damit ich das Experiment durchführen kann. In der Regel bedeutet das also nach heutiger Erkenntnis, dass sich beide Intertialsysteme relativ zueinander in Ruhe befinden müssen, anderenfalls werde ich schon Probleme bekommen, die Überlichtgeschwindigkeit zu messen.
Teleportation
Dank der Spukhaften Fernwirkung aber kann sie sich durch statistsche Verfahren überlichtschnell vermitteln. Das erklärt auch, warum das Signal nach der Übertragung stark verrauscht ist. Man hört eigentlich das Rauschen, dessen Wahrscheinlichkeit aber entsprechend der Modulation verzerrt wurde.
Aber alleine die Tatsache, dass man Information schneller als Licht vermitteln kann, bedeutet letztlich, dass man dasselbe prinzipiell mit Materie und Energie machen kann.
Warp, Beamen und Tessern wird so möglich.
Die Idee dahinter ist uralt. Stutterwarp basiert auf der Idee, alle Moleküle eines Raumschiffs z. B. 1 Mikrometer in instanter Zeit zu bewegen. Das mag nicht weit sein, aber wenn man diesen Vorgang mit 1 THz wiederholt bewegt man sich schon mit 1000 km/s. Wobei "bewegt" falsch ist. Es entsteht dabei kein Dopplereffekt, da man sich eigentlich in relativer Ruhe befindet.
Schafft man es, auf diese Weise ein Raumschiff um 1mm pro Sprung zu bewegen, hat man schon 3-fache Lichtgeschwindigkeit erreicht.
Beamen ist nichts anderes, als einen Quantenzustand von Postition A auf Position B zu hieven. Das Problem ist eigentlich nur, dabei die Kohärenz zu bewahren. Quantenzustände haben nämlich die unangenehme Eigenschaft, schnell zu zerfallen, sofern sie sich nicht durch makroskopische Zustände permanent manifestieren. (Wobei "permanent" eigentlich falsch ist. Teilchen zerfallen spontan, wobei die Halbwertszeit von Teilchen wie Kohlenstoff eben extrem lang ist. Man kann keine Mauer bauen, die unendlich lange hält. Irgendwann zerfällt sie von sich aus, auch wenn keine Umweltbedingungen auf sie einwirkt. Deshalb benötigen technische Systeme immer Wartung, was aber nicht bedeutet, dass man kein technisches System bauen könnte, das sich selber erhalten kann, es ist eben nur sehr kompliziert herzustellen.)
Im Unterschied zum Beamen ist Tessern ein ganz anderer Vorgang. Die Idee hinter Tessern ist, den Raum zu falten und sozusagen durch das Loch zu schreiten. Dies wäre allerdings ein Tunnelvorgang, und somit klassisch die Übertragung der Information. Aufgrund der auftretenden Gravitationskräfte im Inneren der Raumfaltung wäre sonst ein Durchschreiten nicht möglich.
Während ich Beamen und Tesser für eher exotisch halte, könnte Stutterwarp durchaus denkbar werden. Allerdings glaube ich nicht, dass biologische Systeme in der Lage sind, diesen Vorgang auf Dauer zu überstehen. Aufgrund der statistischen Unvollkommenheit entstehen beim Warp-Vorgang Fehler, und die müssen sich sehr schnell reparieren. Deshalb werden wohl nur unbemannte Raumschiffe die aus Nanobots bestehen in der Lage sein, sich mit Überlicht zu bewegen. Die Nanobots rekonfigurieren sich dabei nach jedem Sprung (wohlgemerkt, mit 1 THz) und legen eine Reparaturpause ein, sobald zu viel beschädigt wurde.
Allerdings sind wir in der Lage, uns mit ihnen per Überlicht-Kommunikation zu unterhalten. Das kann bedeuten, dass wir Kommunikationsfäden durch das Universum ziehen müssen, an denen entlang sich die Informationen mit Überlichtgeschwindigkeit entlangtunneln, aber rein logisch ist Überlichtkommunikation möglich, so dass man über Lichtjahre hinaus sich in fast-realzeit (wenige Minuten Verzögerung) unterhalten kann.
Nochmals: Das basiert auf dem, was wir
heute wissen. Mit diesen Mitteln ist ein Universum a la Startrek nicht erzeugbar.
Und wie bewegen wir uns? Hollywood bringt uns wieder die Idee: Stargates.
Allerdings funktionieren diese nicht wie in Hollywood durch Wurmlöcher. Wurmlöcher (sofern sie existieren) sind viel zu gefährlich für den Planeten. Sie stellen ein schlauchhaftes schwarzes Loch dar, und wären in der Lage, spontan das ganze Sonnensystem zu verschlucken.
Aber es gibt eine andere Möglichkeit, von der ich glaube, dass es gehen dürfte:
Aus der Erkenntnis heraus, dass es eine "Spukhafte Fernwirkung" gibt und man diese verwenden kann, um Information überlichtschnell zu manifestieren, baut man Quantenfallen auf. Und darinnen fängt man Teilchen, die "zufällig" mit den Teilchen am Sendeort verschränkt sind.
Das geht deshalb, weil Teilchen auch Welle sind. Die Welle ist prinzipiell überall. Somit ist es möglich, wenn auch wenig wahrscheinlich, dass sich weit entfernt spontan ein Teilchen bildet, das mit einem anderen weit entfernten verschränkt ist. Tatsächlich handelt es sich an beiden Orten um dasselbe Teilchen.
Diese Teilchen herauszufinden ist die Kunst, aber wir wissen inzwischen ja, wie es geht: Durch die überlichtschnelle Vermittlung beeinflussen wir ja die andere Seite spukhaft. Genau das müssen wir so lange tun, bis sich genug verschränkte Teilchen angesammelt haben.
Und dann machen wir eine ordentliche Quantenteleportation, indem wir das zu sendende mit den gesammelten Teilchen verschränken, und die Messung überlichtschnell zum Empfänger übertragen.
Das ist der Cyberspace
All das beschreibt einen Teil, was uns der Cyberspace bringt:
Freiheit.
Da das Universum auf Information basiert, ist der Cyberspace der Teil, der unser Universum beschreibt. Bisher hatten wir nur Zugang zu Teilchen und Wellencharakter, aber dank dem Internet bekommen wir nach und nach immer mehr Zugang zum Cyberspace. Durch die immer immanentere Durchdringung des Internet mit unserem Leben entsteht so eine neue Erkenntnis.
Und diese ist so revolutionär, wie es die Ansicht war, dass die Erde eine Kugel ist, dass sie sich um die Sonne dreht und dass
wir eben nicht das Zentrum im Universum darstellen. Genausowenig stellt unsere Sicht der Dinge das Maß dar, welches im Cyberspace gilt.
Gesetze wie Aktio-Reaktio sind Makulatur. Es ist eben falsch, anzunehmen, dass die Ursache die Wirkung bestimmt. Im Cyberspace ist es nämlich genau andersherum: "Warum sahst Du das Quant die Strasse überqueren" 'Weil das Quant drüben angekommen war'.
Genau das predigen inzwischen die Psychologen. Es gibt keinen freien Willen, in der Hinsicht, dass man sich entscheiden kann. Die Entscheidung etwas zu tun (dass ich diesen Text schreibe) ist schon viel früher gefallen. Die Tatsache, dass ich ihn getippt habe, hat mich dazu gebracht, dass ich den Text tippte, und nicht anders herum.
Dies sind die Kriterien, in denen man den Cyberspace und damit das Internet beurteilen muss. Die Vorstellung, Links wären vom Autor, sind falsch. Die Links entstehen, weil sie vorhanden sind. Die Existenz der Zielseite sorgt dafür, dass dorthin verlinkt wird. Der Wille, eine Seite zu promoten, geht nicht vom Verlinker aus, sondern von der verlinkten Seite. Das Ziel ist die Quelle.
Somit ist auch die gesamte Rechtssprechung der letzten Zeit in Sachen Links Makulatur. Sie gehen von den falschen Mechanismen aus, von Mechanismen, die längst überholt sind.
Natürlich wird meine Argumentation heute vor keinem Gericht der Welt bestand haben. Obwohl, oder genauer, weil es die Wahrheit ist. Denn eines ist sicher:
Die Menschheit lernt aus ihren Fehlern nicht. Sie muss sie immer wieder aufs neue begehen. Die Inquisition vom Mittelalter ist noch lange nicht überwunden. Es ist nicht einfach, die Erkenntnis voranzubringen. Leute, die in diesem Sinne ihrer Zeit voraus sind, werden auch heute noch als Spinner abgetan, einfach weil sie dem aktuellen Mainstream nicht entsprechen. Und das wird so lange so sein, bis sich die Wirklichkeit wieder einmal einen Weg in unsere Erkenntnis gebohrt hat, was ein langsamer Vorgang ist und mehrere Generationen dauert, bis es allgemein akzeptiert werden kann. All das ist normal!
Fazit
Nein, ich erhebe nicht den Anspruch, dass meine Erkenntnis richtig ist, dass ich meiner Zeit voraus wäre oder dass das, was ich hier schreibe auch nur irgednwie relevant ist. Ich habe hier lediglich aufgeschrieben, wie ich die Dinge sehe, warum ich sie so sehe und welche Auswirkungen das auf mich hat.
Alles, was ich hier schrieb, ist nicht von der Hand zu weisen. Es sind Tatsachen und Erkenntnisse, die man nicht mehr wegleugnen kann. Und wie ich diese Tatsachen interpretiere kann derzeit nicht falsifiziert werden.
Somit besteht durchaus die Möglichkeit, dass ich Recht habe. Auch besteht die Möglichkeit, dass ich Unrecht habe. Aber das kann man heute nicht entscheiden.
Entscheidend für mich ist, dass ich meine Erkenntnis nicht zum Dogma erhebe. Ich akzeptiere also, dass es andere Anschauungen gibt. Ich akzeptiere aber nicht, wenn mir jemand dogmatisch zu verstehen geben will, dass meine Erkenntnis nicht seiner entspricht, und ich mich somit seiner Erkenntnis zu fügen hätte. Dazu muss er erst einmal meine Erkenntnislage falsifizieren. Mit wissenschaftlichen Methoden, biteschön, alles andere ist Mumpitz.
Aber das wird nicht getan. Die Gesetze strotzen vor falschen Annahmen. Annahmen, die man nicht treffen kann, weil es für diese Annahmen keinen Beweis gibt, diese aber oft meinen Erkenntnisen zuwider laufen. Eben meinen Erkenntnissen, die man nicht falsifizieren kann.
Ich bin gerne bereit, meine Erkenntnis entsprechend anzupassen, wenn man sie zum Teil falsifizieren kann, oder sich herausstellt, dass es eine einfachere Erklärung gibt. Damit habe ich kein Problem. Im Gegenteil, das ist gute Tradition in der Wissenschaft, Erkenntnisse durch Falsifizieren zu bilden oder auf einfachere Annahmen auszuweichen so lange sie das Problem genau so gut oder besser beschreibt. Allerdings hat sich bisher jeder "Angriff" auf meine Erkenntnisse als "Positivum" gezeigt, also bestimmte Unklarheiten in meiner Denkweise ausgemerzt und neue Spekulationsmöglichkeiten eröffnet.
Ich bitte also nur um eines:
Das man anerkennt, wie ich die Welt erblicke. Aus meiner Warte heraus. Auch wenn das vollkommen anders ist, als üblich. Genau das erlaube ich mir auch zu tun, ich respektiere die Erkenntnislage der anderen, so lange ich nicht unangemessen benachteiligt werde.
Ich bin diesbezüglich offen für jede vernünftige Diskussion. Darunter verstehe ich, eine dogmenfreie Diskussion. Und wer ein Dogma anbringt, der muss es begründen. Nicht nur, dass es Tradition ist (Traditionell war die Erde mal flach), sondern warum es Sinn macht und wieso es relevant ist. Ein "weil es halt so ist" oder "weil es im Gesetzbuch steht" ist in diesem Fall sehr destruktiv. Es kann nicht sein, dass etwas nicht wahr sein darf, nur weil es nicht wahr sein darf. Das hatten wir, gar nicht so lange her, im Mittelalter schon einmal, und wir wissen ja, welch ein düsteres Zeitalter es war als die Inquisitionsprozesse geführt wurden.
-Tino