MeinungTinos KolumneDiese Seite wird der Eimer in den ich nach und nach alles hinsichtlich ePayment usw. einkippen werde. Momentan befindet sich hier nur eine kurze Notiz:ePaymentFolgenden Text habe ich am 4.8.2005 bei der 8. Umfrage: Internet-Zahlungssysteme aus Sicht der Verbraucher in etwa hinterlassen. Ich habe ihn etwas redigiert damit man ihn hier besser lesen kann. (Wenn ich mich damit deanonymisiere, ich habe kein Problem damit):VorausschickendIch verwende die Klassiker: Bargeld, Kreditkarte (KK), Vorkasse, Überweisung (Vorkasse bzw. Rechnung), Lastschrifteneinzug und Nachnahme.Der TextAlle Bezahlverfahren sind zu teuer. Bei mir ist in der kostenlosen Kontoführung die kostenlose Kreditkarte enthalten (Postbank), mich kostet die KK also soviel wie Bargeld! Es fehlte die Angabemöglichkeit "Andere" bei Zahlungsprovidern (Kreditkartengesellschaften/Banken). Ich sähe dort gerne den Staat (genauer: die EU) in der Rolle eines Anbieters. Sprich eine gesetzlich geregelte Gleichstellung eines (1) standardisierten, europaweiten elektronischen und vom Staat betriebenen anonymen Bezahlmittels analog unseres anonymen Bargeldes. IMHO haben die kommerziellen Anbieter von ePayment bewiesen, dass sie es nicht können/nicht wollen. Die KK ist kein ePayment, sondern ein "uraltes" Bezahlmittel und in ihrer Sicherheit und der Kreditfunktion dem Bargeld in Teilen überlegen. Der Nachteil ist die Nichtanonymität (und ebenfalls die Kreditfunktion), aber alle anderen "neuen" Bezahlverfahren haben gegenüber dem Verbund KK+Bargeld keinen sichtbaren Vorteil, aber deutliche bis extrem überdeutliche Nachteile. Lediglich web.de-Cents haben einen Sinn, die sozusagen "von selber entstehen" und die man dann ausgeben kann (ähnlich einem Rabattsystem), wodurch ein echter Mehrwert entsteht. Aber das Modell läßt sich nicht auf Lieschen Müller oder internationalen Handel übertragen, und alles, womit ich nicht global zahlen kann (wie Bargeld oder KK) ist auf jeden Fall vom Ansatz her schon tot. Mir schwebt deshalb ein staatlich betriebenes Micropayment-System vor, bei dem man wirklich mit einem microEUR bezahlen kann, z. B. den Abruf privater Webseiten mit 0,01 Cent "bezahlen" (vergüten) kann, wodurch sich gute private Webpräsenzen selber tragen können. Die Bezahlung ist dabei anonym und ggf. sogar authentifiziert (nicht identifiziert!), so dass die "Bezahlcoins" zusätzlich eine Art "Zugangspassfunktion" haben, ähnlich einer TAN oder einem Jeton beim Roulette, mit dem man auch Spielautomaten füttern kann oder ggf. das Hotelzimmer bezahlen kann, ohne einen Ausweis zücken zu müssen (dies ware ein Analogon!). Diese Kombination erzeugt einen echten Mehrwert: Global einsetzbar, Micropayment (das den Namen verdient: Bruchteile von Cents), Anonymität und Tokenfunktion (weil es auf dieser Basis so einfach zu implementieren ist, der Coin-Envelope wird eh geprüft, womit man gleich noch Properties mitübertragen bzw. als Ergebnis liefern kann). Wer die zusätzliche Sicherheit will, kann dann Zahlungsprovider a la KK nutzen, das ist also eine Art Versicherung die man optional zukauft. Darunter denke ich hat abseits KK und Bargeld nichts so recht eine Chance (außer vielleicht Online-Überweisung, die ist aber derzeit zu unsicher). Somit bleiben die Klassiker: KK, Bargeld, Vorkasse, Überweisung, Nachnahme Alle sind bestens und klar geregelt. Alle sind einfach und universell einsetzbar. Man muss nicht nachdenken um sie zu verwenden. Das ist, was ein gutes Bezahlsystem ausmacht. Und seine Kostenlosigkeit. Die KK kostet, aber das ist eine Art Versicherung die man gerne bezahlt. -Tino, 2005-08-04 |