Meinung - Hardware

eBook

Siehe auch mein Heise-Posting

Wie muss ein eBook bei mir aussehen

Folgende Punkte sind zu beachten, aber das kommt sicher noch:

  • Der Preis muss stimmen.
  • Die Haltbarkeit muss gegeben sein (siehe unten).
  • Das Umblättern muss bei ca. 0.1s liegen
  • Muss mit einer Akkuladung mindestens 100000 Seiten blättern können nachdem er nach Volladung 1 Jahr in einer dunklen Schublade lag.
  • Batteriebetrieb möglich.
  • Ergonomisch
  • Eingebauter Browser
  • Drehung/Spiegelung der Anzeige in jede Lage
  • Scriptbar (z. B. via Browser)
Was ein eBook-Reader bei mir nicht braucht:

  • Farbe
  • Touchscreen. Cursorsteuerung und zusätzliche belegbare Tastenfunktionen (mind. 4) reichen
  • Bluetooth und wLAN
  • Sound. Ein dezenter Piezo-Piepser reicht der auch mal lautstark Alarm geben kann. Audio kann über Bluetooth ausgegeben werden (kein Stecker notwendig!), sofern Buetooth vorhanden ist.

Zur Haltbarkeit

Ein eBook-Reader muss das aushalten, was ein normales Taschenbuch aushält. Dazu gehört:

  • Im Bett lesen, darüber einschlafen und sich dann mit vollen 110 kg (wer bietet mehr?) draufwälzen (bei weicher Matratze!).
  • Im Bett lesen, dabei etwas tinken und Getränk über's Buch verschütten (so starb mein TFT das zum Lesen neben meinem Bett lag).
  • In der Badewanne oder am Strand (Flut, Sand, Hitze) lesen.
  • Erträgt dass es auf dem Amaturenbrett eines Autos liegt.
Ja, so Dinge tue ich mit Büchern eigentlich eher regelmäßig. Sie bekommen etwas Wasserflecken oder zerknittern, aber lesbar und blätterbar blieben sie alle!

Merke:
Eselsohren verschwinden nicht einmal mit Bügeln.

Zum Preis

Der Preis muss angemessen sein. Ein eBook-Reader auf ePaper (o. ä.) Basis darf durchaus 400 EUR kosten. Dann muss er aber sehr edel sein und mindestens folgende Hardware-Features neben den oben:

  • Lädt sich automatisch durch Licht auf (Solarlader), d. h. er läuft bei Bürobeleuchtung endlos.
  • 2 (zwei!) wasserfeste SD MMC-Kartenslots mit Unterstützung von Karten bis mindestens 16 GB (derzeit sind wir bei 2 GB).
  • WLAN und Bluetooth (alle gängigen Profile, insbesondere Abgleich via UMTS-Handy).
  • Fein auflösender Touchscreen ohne Stift und mit drucksensitivem Stift verwendbar, z. B. für Randnotizen etc.
  • Zuschaltbare Hintergrundsbeleuchtung (6h mit vollem Akku) die sich automatisch abschaltet wenn man 5 Minuten lang nicht umblättert.
  • Updatefähiges OS (etc.), kostenlose Update auf Lebenszeit (ggf. Open Source Linux?).
  • Liest alle gängigen Formate (PDF, TXT, JPG)
  • Kann zum Tippen von Text verwendet werden (Bluetooth-Tastatur), bei externer Beleuchtung (Solarlader) muss es dabei endlos halten.
  • Eingebaute Funkuhr mit Kalender und Alarmen, automatisch extern synchronisiert
  • Bowser unterstützt Java (somit kann man SSH-Verbindung nach draußen schalten)

Umblättern

Die Display-Geschwindigkeit sollte bei 10 Seiten/s liegen. Damit lassen sich dann Bewegtbilder a la Harry Potter erzeugen (Zeitungen, Karten, Bilder - das mit Harry Potter ist nicht die Ursprungsidee, erklärt es aber jetzt am einfachsten).

Bewegtbilder sind ein Feature das auf den Akku durchschlägt, d. h. die Solarladung reicht dafür nicht unbedingt bei niedriger Helligkeit (Straßenlaterne) aus.

Der Normalbetrieb sollte per Solarladung mit Bürohelligkeit endlos erreichbar sein, d. h. man blättert alle 10s eine Seite eines komplexen PDF durch. Dabei speichert das Gerät intern ein Seiten-Bereich von ca. 100 Seiten (50 ins + und 50 ins -), was ca. 100 MB RAM benötigt.

Liegt das Gerät länger als 1 Tag im dunklen kann dieser RAM gelöscht werden so dass die Seitendarstellung neu gerendert werden muss wenn man es wieder einschaltet (die aktuelle Seite bleibt ja angezeigt). Dadurch kann das Umblättern bis zu 1 Minute(!) nach Inbetriebnahme dauern. Das Gerät muss darüber aber unmissverständlich informieren (seitliche kleine Informationsleiste).

Ergonomie

  • Keine Popups. Punkt.
  • Keine Klappmenüs. Punkt.
  • Keine Fenster. Punkt.
  • Es darf Informationsleisten geben die sich vom Rand her ins Bild schieben.
  • Es darf Buttons und Icons geben.
  • Die Arbeitsfläche ist immer der gesamte Bildschirm bzw. die Randleiste
  • Sicherheit von Inhalten muss nicht garantiert werden, d. h. der Firewall ist außerhalb des Geräts (sofern das Gerät nicht Open Source ist und frei programmierbar)
  • Kein Boot. Das Gerät bootet nicht. Man schaltet es ein und es ist instant verwendbar. Es macht da weiter wo es aufhörte, oder es reinitialisiert den RAM und rechnet von der letzten gespeicherten Position weiter (d. h. jeder Seitenzugriff wird auf der SD-Karte oder einem mindestens 10 Jahre lang nichtflüchtigen Speicher gemerkt).
Hinweise:
  • Deshalb sind es 2 SD-Kartenslots, die eine enthält das Dokument und ist schreibgeschützt, die andere die Notizen und ist schreibbar.
  • Linux kann instant Boot indem es einfach aus einem gecachten Zustand erwacht. Bei Absturz darf das Gerät booten, muss diesen Zustand aber verewigen so dass es aus diesem Preset weitermacht.

Fazit

Solch ein eBook macht meinen Laptop überflüssig. Ich habe alles online. Ich brauche aber etwas mit dem ich auf Reisen meine Notizen erfassen kann. Mit Bluetooth-Tastatur kein Problem.

-Tino