Meinung - Tinos KolumneMicrosoftSiehe auch permalink.de/tino/anti-ms (Neuestes oben)Microsoft ist doofJa, Microsoft ist das wirklich. Warum, frage ich mich, treiben sie mich mit allen Kräften zu Linux? Windows zu verwenden wird immer schwieriger und schwieriger. Linux zu verwenden wird hingegen immer leichter und leichter. Diese andauernde Problematik Windows Update betreffend, ist wirklich exterm nervig. Jede Woche bald zeigt sich irgendein anderes Problem um den Rechner aktuell zu halten, und Microsoft denkt sich fast täglich neue Hürden aus, wie man die eigenen (zahlenden!) Kunden gängeln kann. Leute, so vergrault man sich die Kunden. So zehrt man das letzte bisschen Verständnis aus den Kunden heraus, das man bei diesen noch hat. Ich bin früher von Linux auf Windows umgestiegen, weil man sich mit Windows-Maschinen besser im Cyberspace bewegen konnte. Der IE war einfach allen anderen Browsern überlegen (und kostenlos dabei). Das hat sich geändert. Opera ist kostenlos. Firefox ist kostenlos. Beide sind besser als der IE, und laufen auf allen Plattformen. Office war ein zweiter Grund. Ich habe mir sogar Office 2003 gekauft, um endlich XML machen zu können. Ich benutze es aber nicht. Warum? Office 2003 ist unbrauchbar! Die für mich wichtigste Komponente, Outlook 2003, kann ich nicht mehr verwenden, da es gegenüber Outlook 2000 eine grottenschlechte Ergonomie hat (warum verliert man die Sortierung nach Kategorien, wenn man nach dem Betreff umsortiert? Ich habe nicht herausgefunden, wie man das so hinbekommt wie bei Outlook 2000!). Zwar laufen die restlichen Office-Komponenten natürlich, aber jetzt ist OpenOffice 2.0 da. Das ist Plattformübergreifend, versteht Office-Dokumente, und ist ähnlich leistungsfähig. Das einzige, was Microsoft also noch voraus hatte, war Frontpage und PhotoDraw. Aber beides ist im Office nicht mehr dabei! Sprich: Das, was Microsoft ausmacht, ist nicht mehr vorhanden. Die Ergonomie der Programme wird schlechter, der Preis nimmt zu, dafür wird weniger mitgeliefert. Und das in einer Zeit, in der alle Komponenten in OpenSouce verfügbar sind (auch für Windows!), und das oft sogar in einem besseren Umfang. Diese Strategie von Microsoft ist auf Dauer tödlich. Ich schaffe mir keine neuen Desktop-Rechner mehr an, so dass meine alten Windows-Rechner langsam aber sicher aussterben werden. Ich schaffe mir nur noch Laptops an. Wenn der Laptop aber weiterhin dank Windows so viel Ärger macht, dann wird in Zukunft die Netzwerkumgebung Linux werden. Die Hardware mag zwar weiter unter Windows laufen (falls sonst keine Treiber mehr da sind) aber alles was wichtig ist (also mit dem Netzwerk zu tun hat) wird dann auf Linux laufen. Denn Windows auf dem Laufenden zu halten (update) ist inzwischen viel zu kompliziert. Dank vmWare und dem Vmware-Viewer geht das inzwischen alles problemlos. Dann kann ich endlich auch die Löcher dichten, die ich in meinen Intranet-Firewall hauen musste, nur damit Microsoft-Update beim Updaten keinen Anfall bekommt und die Funktion verweigert. Merke: Ohne explizite Autorisation darf kein Prozess auf externe Resourcen zugreifen. Da Microsoft-Update inzwischen auf zig Prozesse verteilt ist, braucht jeder einzelne, eine explizite, verschiedene und angepasste Zugriffserlaubnis, und darf diese nicht von anderen Prozessen erben (so etwas vorauszusetzen ist sicherheitstechnisch vollkommene Idiotie). Es sollte also selbstverständlich sein, dass nur eine einzige Komponente (der Downloader) auf's Internet zugreift. Diese Komponente sollte einen Plan einreichen, in dem steht, warum was woher runtergeladen wird, und sollte diesen Plan dann vom Benutzer jedes Mal explizit genehmigen lassen. Es muss ausserdem möglich sein, diesen Download-Plan durch einen Drittrechner durchführen zu lassen und die runtergeladenen Dateien dann erst einer Sicherheitsprüfung zu unterziehen bevor sie installiert werden (PKI). Im Sicherheitsbereich auch nur daran zu denken dass man es irgendwie anders machen könnte ist kompletter Hirnriss! Sicherheit kann man nicht automatisieren. Sicherheit ist eine Policy. Dieser Policy kann nur und einzig ein Mensch folgen. Kein Computer darf das Recht haben im Sicherheitsbereich auch nur das geringste automatisch zu entscheiden. Der Computer darf vorsortieren, klassifizieren, informieren und vorschlagen. Aber entscheiden, das muss der Mensch. Aber das wird Microsoft wahrscheinlich niemals verstehen. Weshalb ich es hier hinschreibe. Mein Linux kann all das. "apt" ist zwar noch nicht optimal, aber sehr nahe dran an dem was ich oben schreibe. Jedenfalls updatet mir apt nichts ohne dass ich es weiss, erklärt mir, was geupdatet wird, zeigt mir auch vorher den Plan und ich bin in der Lage, es indirekt herunterzuladen. Einzig die Sicherheitsprüfung (PKI) reicht mir noch nicht so ganz aus. Das ist aber weniger ein Problem von apt als ein Problem der Distri. Naja, Debian Etch wird's richten. Und dann beginnt Microsoft bei mir wirklich einen ziemlich schweren Stand zu bekommen. Nochmals: Das einzige was noch fehlt, ist die Sicherheitsprüfung der Downloads, die erst in Etch eingebaut werden wird. Danach ist Linux in allen Sicherheits- und Office-Aspekten Windows überlegen. Und dazu ist es noch kostenlos. Das einzige, was Windows vermutlich noch etwas über Wasser halten kann ist die bessere Hardwareunterstützung (Treiber) und die unterstützten Spiele. Aber auch letzteres soll ja auf Dauer von der XBox übernommen werden, und zunehmend kommt Linux-Only-Hardware raus (mit GPL-Treibern, die nur niemand auf Windows portiert, weil dieses Windows-Certified-Logo unbezahlbar teuer ist). Die Hardware ist nur noch mittelbar das Problem (Laptop-Treiber unter Linux sind noch nicht ganz optimal), denn bald sind alle notwendigen Treiber auch unter Linux verfügbar, und die Spiele waren bei mir noch nie ein Argument. Sieht wirklich düster für Dich aus, Microsoft! -Tino, 2005-10-29 |