Huk-Visa lügt und bereichert sich am Kunden

Das grenzt schon an Betrug was sie da meiner Mutter schreiben. Nachzulesen unter huk-visa.de/neu, zur Beweissicherung hier von der Webseite kopiert (Stand 2011-01-22, ich bin bereit unter Eid zu schwören dass diese Informationen der Tatsache entsprechen):

HUK-COBURG VISA-Karte –
Alles, was Sie über Ihre neue Karte wissen müssen

Meine neue Karte
Neu für Hauptkarteninhaber
Neu für Partnerkarteninhaber

Ihre neue HUK-COBURG VISA-Karte bietet Ihnen jetzt noch mehr Sicherheit!

Warum bekomme ich eine neue HUK-COBURG VISA-Karte?
Um die Sicherheit bei Kreditkartenzahlung zu erhöhen, haben die führenden Kreditkartenunternehmen, Europay, MasterCard und VISA einen einheitlichen internationalen Standard entwickelt – den EMV Chip. Dieser ist ab 2011 gesetzlich für Kreditkarten vorgeschrieben, um die Zahlungssicherheit zu verbessern und das Missbrauchsrisiko zu mindern. Dieser Chip ist in der neuen Karte integriert.
Wie und wann bekomme ich meine neue HUK-COBURG VISA-Karte?
Der Austausch der HUK-COBURG VISA-Karte erfolgt sukzessive ab Mitte Dezember 2010. Die neue HUK-COBURG VISA-Karte wird Ihnen bzw. Ihrem/r Partner/in automatisch zugeschickt. Sie müssen nichts weiter veranlassen.


Änderungen für
Hauptkarteninhaber

Änderungen für
Partnerkarteninhaber
Ich bin zu dem angegebenen Versandzeitraum meiner neuen HUK-COBURG VISA-Karte voraussichtlich verreist - wie lange kann ich meine alte Karte einsetzen?
Kein Problem. Ihre alte Karte ist noch vier Wochen nach Versand der neuen Karte gültig. Ansonsten verliert die alte Karte ihre Gültigkeit, wenn Sie die neue HUK-COBURG VISA-Karte das erste Mal einsetzen.
Kann ich meine neue HUK-COBURG VISA-Karte sofort einsetzen?
Ja, mit Ihrer neuen HUK-COBURG VISA-Karte können Sie direkt bezahlen. Über eine ggf. notwendige Freischaltung der Karte werden Sie gesondert informiert.
Kann ich mit dem EMV-Chip weiterhin mit Unterschrift bezahlen?
Ja, Sie können weiterhin mit Unterschrift bezahlen. Wenn Sie viel in Ländern unterwegs sind, in denen hauptsächlich mittels PIN die Zahlung ausgelöst wird (z.B. Großbritannien), können wir auf Anfrage Ihre HUK-COBURG VISA-Karte gerne gegen eine Karte austauchen, bei welcher der Chip immer die Eingabe der PIN verlangt.
Bietet der EMV-Chip auch Sicherheit beim Online-Shopping?
Der EMV-Chip bietet Sicherheit bei Einkäufen, die nicht über das Internet getätigt werden, wie z.B.: Einkäufe im Supermarkt oder die Bezahlung an Ticketautomaten. Sie können jedoch zukünftig das Sicherheitsverfahren Verified by Visa nutzen, um Ihre HUK-COBURG VISA-Karte auch sicher beim Online-Shopping einzusetzen. Über den genauen Zeitpunkt der Nutzung von Verified by Visa werden Sie noch gesondert informiert.
Verbleibt der Magnetstreifen auf der Karte?
Ja, der Magnetstreifen bleibt auch in Zukunft auf der Karte. Dieser wird aber nur dann genutzt, wenn Sie bei einem Händler einkaufen, der noch nicht über ein EMV-Chip-fähiges Terminal verfügt.
Gibt es Änderungen beim Jahresbeitrag?
Um eine optimale Sicherheit beim Einkaufen zu gewährleisten, ändern sich die Jahresbeiträge wie folgt:

Art der HUK-COBURG VISA-Karte Alter Preis Neuer Preis
Karte ohne Versicherung: 16,87 € 18,00 €
Single-Karte mit Versicherung: 19,42 € 22,00 €
Partnerkarte: 16,36 € 18,00 €
Familienkarte (Alleinerziehend): 35,79 € 40,00 €

Das aktuelle Preisverzeichnis der HUK-COBURG VISA-Karte finden Sie hier.

Die Beitragsrückerstattung bleibt wie gewohnt. Bei einem Jahresumsatz ab 3.000 € bis einschließlich 
3.999 € wird der Jahresbeitrag weiterhin zu 50 % erstattet. Bei einem Jahresumsatz ab 4.000 € wird der Jahresbeitrag komplett erstattet. Dies gilt für die Hauptkarte sowie für die erste Partnerkarte.

Ausgenommen bei der Berechnung des Jahresumsatzes sind sämtliche Bargeldverfügungen sowie sämtliche aus der Nutzung der Karte erhobenen Entgelte, Zinsen, Einzahlungen auf das Kartenkonto und Abhebungen /Überweisungen vom Kartenkonto. Wenn Sie Inhaber einer Supercard sind gelten andere Bedingungen.
Hat die neue Karte Auswirkung auf die Versicherungsleistungen?
Sie profitieren weiterhin von den bisherigen Versicherungsleistungen der HUK-COBURG VISA-Karte.
Bekomme ich weiterhin Guthabenzinsen?
Mit Ihrer HUK-COBURG VISA-Karte können Sie weiterhin sparen und Guthabenzinsen erhalten. Der Zinssatz liegt aktuell bei 1,55 % und für Teilnehmer der Online-Abrechnung sogar bei 1,70 %.*
Ich habe noch keine neue HUK-COBURG VISA-Karte erhalten. An wen muss ich mich wenden?
Die neue HUK-COBURG VISA-Karte wird Ihnen automatisch zugeschickt. Sie müssen nichts weiter tun.
Falls Sie bis Mitte Januar 2011 keine neue Karte erhalten haben, wenden Sie sich bitte an Ihren HUK-COBURG VISA-Kartenservice.
Detaillierte Informationen rund um die neue Karte sind auf den Seiten „Neu für Hauptkarteninhaber“ und „Neu für Partnerkarteninhaber“ verfügbar.

* gültig ab Oktober 2010; Zinssatz variabel.

Also hier mal was da behauptet wird:

  • Sicherheit der KK steigt: Lüge, durch Hinzufügen einer zusätzlichen potentiellen Sicherheitslücke (Chip) kann die Sicherheit nicht steigen
  • Die Karte bietet dem Kunden mehr Sicherheit: Lüge. Evtl. hat der Kunde aber in Zukunft mehr Argumentationsprobleme wenn unberechtigte Transaktionen auf der Karte auftauchen. Im besten Fall bietet die Karte dem Kunden nicht weniger Sicherheit, wahrscheinlich aber sinkt die Sicherheit für den Kunden sogar etwas.
  • optimale Sicherheit beim Einkaufen zu gewährleisten: Lüge. Auf der Seite der Kreditkartengesellschaft sinkt das Risiko. Diese Ersparnis auf Seite der Kreditkartenorganisation wird nicht an den Kunden weitergegeben, stattdessen wird diese Fehlinformation genutzt, um beim Kunden über 10%(!) mehr Geld abzuzocken. Und mit einer optimalen Sicherheit hat das Chip soviel zu tun wie Computeralgebra mit der Bibel, genauer: Zur optimalen Sicherheit für den Einkauf gehört - wie ich schon vor über 10(!) Jahren(!) den Banken mitteilte - ein nicht updatefähiger, von den Banken zugelassener bauart-geprüfter Kartenleser mit eigenständiger Tastatur und Display, mit dem man Transaktionen autorisiert. Das Chip ist dabei nur ein Feature das den Bau solcher Kartenleser vereinfacht, die Existenz des Chips verändert - für den Kunden - die Sicherheit nicht gegenüber dem Magnetstreifen (natürlich sieht das für das Kreditkarteninstitut anders aus, aber das interessiert den Kunden nicht).
  • ändern sich die Jahresbeiträge: Die Kosten steigen durch die Einführung des Chips, das dem Kunden nichts nutzt (sondern nur den Kreditkartenorganisationen). Dagegen sinkt in den kommenden Jahren (wenn die Einführung gegriffen hat, was wahrscheinlich länger als 10 Jahre dauert) das Riskiko - daher die Kosten - auf Seiten der Kreditkartenorganisationen drastisch. Unterm Strich sinken dadurch die Kosten! Steigende Jahresbeiträge kann man somit nicht begründen, die Beiträge müssten sinken. Tatsache ist somit, die Firmen tragen ihr eigenes Investitionsrisiko nicht sondern legen das auf den Kunden um. Das ist zwar legitim, wird aber in Form einer falschen Tatsachenbehauptung (zur Bereicherung und damit in übler Absicht) vertreten.

Das ist Betrug im juristischen Sinne

dejure.org/gesetze/StGB/263.html
§ 263 Betrug

(1) Wer in der Absicht, sich oder einem Dritten einen rechtswidrigen Vermögensvorteil zu verschaffen, das Vermögen eines anderen dadurch beschädigt, daß er durch Vorspiegelung falscher oder durch Entstellung oder Unterdrückung wahrer Tatsachen einen Irrtum erregt oder unterhält, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

(2) Der Versuch ist strafbar.

Die HUK versucht, dass die Kunden unter Darstellung falscher Tatsachen mehr Geld für eine geringere(!) Leistung bezahlen. Sie tut das vorsätzlich.

Das entspricht wortgetreu dem Betrugsparagraphen im StGB.

Was die Bayerische Landesbank tatsächlich hätte schreiben können, denn das entspricht den Tatsachen:

Das Kreditkartensystem ist unsicher. Dadurch werden jährlich Unsummen aufgewendet um Betrugsfälle vom Kunden abzuwenden. Die Hauptproblematik liegt im analogen Magnetstreifen im Zusammenhang mit der Verwendung gestohlener Kreditkartendaten im Ausland.

Um das System zu verbessern führen wir den Chip ein. Dies ist die Vorbereitung für den zukünftig geplanten Wegfall des Magnetstreifens.

Um diesen Wegfall auf aller Welt durchsetzen zu können benötigen wir möglichst viele Kreditkarten mit einem Chip im Umlauf.

Deshalb werden Sie nun für die Einführung des Chips zur Kasse gebeten. Alle Nachteile der Einführung des Chips tragen nämlich Sie, der Kunde, denn die Sicherheit der Karte erhöht sich tatsächlich erst, wenn der Magnetstreifen der Kreditkarte wegfällt. Zur Zeit ist dieser Wegfall noch nicht möglich, da die Karte sonst im Ausland nicht mehr eingesetzt werden kann.

In Deutschland ändert sich durch Einführung des Chips vorerst auch nichts, bis ausreichend Terminals auf Chip umgestellt wurden. Dann wird deutschlandweit bei allen Akzeptanzstellen der Magnetstreifen nicht mehr verwendet.

Das hat dann deutliche Nachteile für Sie:

Da die Magnetinformation auf dem Magnetstreifen der Karte nicht mehr bei ihrem Einsatz in Deutschland aufgefrischt wird, kann es vorkommen, dass die Information auf dem Magnetstreifen verlorengeht, was Sie erst im Ausland bei Nutzung der Karte bemerken. Um dies zu vermeiden haben Sie einen erhöhten Aufwand (weniger Komfort) und sollten vor ihrer Auslandsreise die Karte (evtl. kostenpflichtig) auf korrekte Funktion des Magnetstreifens testen lassen. Sonst stehen Sie evtl. mit einer defekten Kreditkarte da und müssen noch unbequemere Situationen und höhere Austauschgebühren für die defekte Kreditkarte hinnehmen.

Bis der Magnetstreifen abgeschafft ist sinkt die Sicherheit der Kreditkarte anfangs. Das ist logisch. Alle alten Funktionen der Kreditkarte (Online, Papier, Magnetstreifen) bleiben vorhanden wie bisher, bei exakt gleicher Sicherheit. Dazu kommt nun eine neue Funktion, das Chip. Das Chip ist eine weitere mögliche Fehlerquelle, somit sinkt die Sicherheit der Kreditkarte rein mathematisch.

In Deutschland erreichen wir zwar recht schnell ein höheres Maß an Sicherheit, aber diese Sicherheit ist weiterhin nur auf Deutschland und vielleicht die EU beschränkt. Im ferneren Ausland wie Russland oder China wirkt sich das Chip überhaupt nicht aus. Das gesteigerte Maß an Sicherheit in Deutschland wirkt sich auf die Sicherheit der Karte - absolut gesehen - somit nicht aus, da das Auslandsrisiko dominiert und unverändert bestehen bleibt. Die zu erwartenden Probleme bei der Einführung des Chips wiegen mittelfristig (d. h. im Zeitraum der Geltung dieser Karte) das höhere Maß in Deutschland vollständig auf, auch hier gibt es keine Steigerung der Sicherheit.

Lediglich ist zu erwarten, dass insgesamt das Versicherungsrisiko im Betrugsfall auf Seite der Kreditkartenorganisation im Bereich von Deutschland sinkt. Das heißt, die Kreditkartenorganisationen sparen sich Geld. Die Betrugsfälle im Ausland bleiben von der Einführung des Chips vorerst unverändert, hier ändert sich also nichts gegen vorher. Evtl. kann man sogar mehr Fälle auf die Schuld des Kunden wälzen, da das Chip uns eine bessere Datenlage verschafft die man gegen die Kunden in Stellung bringen kann, d. h. die Sicherheit für den Kunden sinkt, rein mathematisch gesehen. Wir gehen aber davon aus, dazu wird es nicht kommen.

Sprich, Sie als Kunde haben nichts zu befürchten, für Sie ändert sich nichts weil wir so nett sind nicht das zu tun was wir Ihnen antun könnten. Wir wollen Sie ja als Kunden nicht verlieren, so lange Sie bereit sind, die höheren Kosten für die Herstellung der Karte sowie die Kosten für die Einführung von dem Ganzen - das Ihnen ja nicht die Bohne zusätzlich bringt - zu berappen.

Schönen Tag noch und danke dass Sie mitspielen.

Aber so etwas kann man doch nicht schreiben!

Korrekt. Aber das bedeutet ja nicht, dass man gleich zum mittel der Lüge greifen muss.

Mit "Marketing" hat das nichts zu tun. Auch das Marketing muss sich an die Wahrheit halten. Wenn die Wahrheit, wie hier geschehen, derart in ihren Tatsachen verdreht wird, wird sie zur Lüge. Und dies zu tun ist gesetzlich verboten.

-Tino, 2011-01-22
PS: Ach ja, die Karte gilt jetzt 4 Jahre, nicht 3 Jahre, das ist doch ein Vorteil!? Mitnichten. Karten nutzen sich ab. Irgendwann brechen sie. Je seltener ich eine Karte bekomme desto häufiger muss ich - auf meine Kosten - eine Ersatzkarte anfordern. Also wieder wird es schlechter, für den Kunden.