Microsoft telefoniert nach Hause
Bei mir sind inzwischen folgende Netze am Firewall verboten. Und sobald ich wieder eines finde über das Microsoft nach Hause telefoniert, dann kommt das halt hinzu. Folgende Netze sind auf meinem Border-Router geblockt. Ich führe immer die IP auf, die zur Blockung führte. Da danach keinerlei Verbindungen zu dem Teilnetz möglich ist, tauchen nicht alle IPs auf die verwendet werden. Es sind sowieso schier endlose Listen, ich finde es krass, wie viele Netze das bereits heute schon sind!4.26.252.126/8
4.23.55.254/8
8.12.192.253/8
192.221.100.254/16
199.93.63.254/14
204.160.121.253/14
207.123.37.253/14
206.33.33.254/14
209.84.1.126/16
- Sie betreiben auf Port 80 einen Webservice der sich "www.footprint.net" schimpft.
- "www.footprint.net" ist nicht erreichbar, man kann auf diesem Weg also nicht nachsehen was das für ein Mist ist und warum die einem die Internetleitung unbrauchbar machen.
- Sie haben keinen ordentlichen Reverse-DNS
- Sie haben keinen ordentlichen Whois-Eintrag für das Netz, das Netz ist lediglich dem Carrier zugeordnet. Laut allgmeiner Regel gelten die IPs somit als noch nicht belegt und dürften somit überhaupt nicht verwendet werden.
Was ist los?
Ich habe 3 Internetleitungen. Eine ist superteuer (HSDPA), eine ist superschmal (DSL-Light) und eine ist superinstabil (Kabeldeutschland). Beim DSL-Light bin ich sogar schon einige Meter über der Maximalentfernung für DSL-Light, und die HSDPA funktioniert bei mir eigentlich nur wenn ich in der Stadt bin, aber nicht hier draußen auf dem Land. Dafür funktioniert sie eigentlich immer zuverlässig. Ich würde ja gerne Kabeldeutschland für alles verwenden, wenn diese auch nur entfernt an 99% Verfügbarkeit in den mir wichtigen Zeiten käme. Das ist aber leider eben nicht der Fall. Wegen all der Instabilität der Kabelverbindung kann ich diese eben leider weder beruflich noch sonstwie verlässlich verwenden. Sei's drum, sie funktioniert und ist sehr schnell, wenn sie denn funktioniert. Aus diesem Grund muss(!) Windows alle größeren Downloads über die Kabelverbindung machen. Schön wäre es, wenn das auch nur ansatzweise ginge. Geht aber leider nicht. Aus gutem Grund gehen meine Rechner über die stabile Internetverbindung raus. Damit Putty und SSH gehen. Mein Intranet routet außerdem automatisch um, wenn die schnelle Leitung nicht geht wird das erkannt und das Interface kommt runter, die andere Default-Route greift. Der kurze Disconnect ist kein Problem. Die Intranetrechner können aber sowieso nur via Proxy raus, und das auch nur an zulässige Stellen, da ist alles kein Problem. Problematisch ist mein wLAN, das natürlich kein Intranet ist. Dieses an das instabile Netz zu hängen wäre unerträglich. Also hängt es am DSL-Light. Das bedeutet aber wiederum, dass die wirklich sehr schmale Bandbreite (8 KB/s up, 40 KB/s down, ja, mehr ist das wirklich nicht) eben den wichtigen Services (SSH, UDP) zur Verfügung stehen muss. Und zwar zu 100%. QoS ist mit dem Boder-Router machbar. Hat bei so geringer Bandbreite und Interleaving(!) leider keinen Zweck. Wenn da megabytestarke Transfers anstehen die auch noch mit gehörigem Druck ankommen, dann geht der Ping, egal was man macht, auf über 500ms hoch. An eine interaktive Terminalsession (die ca. 80% dessen was ich brauche ausmacht) ist dann nicht mehr zu denken. Bei mir auf dem Land ist GPRS zwar vorhanden, aber SSH darüber hat eine RTT von ca. 250ms. Diese Latenz ist extrem hoch, und es ruckelt und zuckelt. An ein vernünftiges Arbeiten ist dabei auch nicht wirklich zu denken. In Städten mit HSDPA hingegen ist das meine bevorzugte Art zu Arbeiten. Allerdings nur Schmalband, da meine Flat auf nicht mehr zeitgemäße 1 GB beschränkt ist. Das reicht in einigen Monaten bei mir nicht für SSH mit dem Handy. 5 GB wäre OK, aber die gibt es nur mit Laptops. Meine Verbindung ist aber via Handy in diesem Fall.
Wie, was, mehr als 1 GB via SSH? Klar doch!
Mein Smartphone hat einiges an Services die es permanent bedienen kann. Z. B. das Monitoring, alle 10s. Oder das Mitspeichern von Logfiles. Usw.
Macht einfach mal eine SSH-Verbindung auf und dann einen tail /var/log/messages
Da können schnell einige Megabytes vorbeirattern. Alles kein Problem. 1 GB/Monat bedeutet man hat pro Tag nur 30 MB. Leute, das ist ein Witz. Mit 100 MB/Tag (ab 3 GB also) könnte ich leben, aber 30 MB ist lachhaft.
Ja, stimmt, die Flat reduziert sich "nur" auf 8 KB/s wenn man zuviel nutzt. Aber überlegt mal wie brauchbar das dann noch ist. Das reicht bei mir nicht für reine TTY-Verbindungen aus. Bereits die SS97-Verbindungen im Jahr 1986 waren bei mir breitbandiger, weil sie sonst nicht ausreichten.
Wie, ihr kennt SS97 nicht? SS97 waren die Datenverbindungen von PC-MX/2 und Blitgraph. Was das ist? Na, Xenix und X-Window halt, in den 1980er Jahren.
-Tino