Meinung - Tinos Kolumne
Unmöglicherkeiten - Deutsche Post
DHL Express stiftet Deutsche zu Straftat an?2007-01-20 DHLs blaue Karte
Ich habe heute eine Blaue Paketzustellungskarte von DHL-Express in meinem Briefkasten gefunden. Auf diesem muss ich ziemlich absonderliches lesen. Erstens haben meine Nachbarn für mich ein Paket angenommen. Das ist an sich nichts schlimmes, aber da ich ein netter Nachbar bin möchte ich nicht, dass so etwas geschieht. Der Grund ist dass in Deutschland ein vollkommen hirnrissiges Gesetz besteht, durch den die Nachbarn im Falle eines Fehlers auf meiner Seite haftbar gemacht werden könnten, was ich schlichtweg niemals verantworten will und werde. So lange solche Gesetze existieren, nämlich dass jemand durch "Ersatzzugestellten Postsendungen" für den Annahmebetrug eines Dritten haftet, bin ich der Meinung, dass in Deutschland eine derartige nachbarschaftliche Hilfe gerichtlich geächtet ist und somit als von Amts-Wegen unerwünscht ist, woran ich mich als Guter Deutscher Bürger natürlich in vorauseilendem Gehorsam halte (also nur wenn mich der Nachbar bittet das zu tun werde ich es tun, ich bitte hingegen darum, es nicht für mich zu tun)! Sprich, ich bin dagegen dass Firmen wie DHL gestattet sein darf, eine Ersatzzustellung vorzunehmen, wenn in diesem Fall das Risiko einer Fehlzustellung auf Dritte (hier die Nachbarn) abgewälzt wird.
Hintergrund: Wenn ich ein Paket für einen Nachbarn annehme und dieser seine Rechnung nicht zahlt, dann bin ich, als der Annehmer des Pakets, dafür haftbar, da ich das Paket ja entgegengenommen habe. Klingt blöd, ist aber leider juristisch wirklich so. (Vorsicht: IANAL, d. h. ich habe das laienhaft beschrieben, es stellt aber leider eine Tatsache dar vor der schon Aktenzeichen XY gewarnt hat.)
Zweitens steht auf dieser Karte ganz klar eine Aufforderung zu einer Straftat zu lesen.
Hä?
Ja, ich staunte nicht schlecht. Aber auf der Karte steht ganz klipp und klar folgende Aufforderung: "Bitte vernichten Sie: [..] Ihre Deutsche Post" Genauer steht da, dass man die Post mit Hilfe von freundlichen Grüßen vernichten soll. Das ist vielleicht etwas absonderlich, aber in Zeiten von Internet ist so etwas problemlos möglich. Dieser Aufforderung werde ich nicht nachkommen. Irgendwie liegt hier sicher ein krasses Missverständnis vor, weshalb ich jetzt mal bei DHL nachfragen werde, wie ich diese Aufforderung verstehen soll.
Frage an die DHL
Folgendes habe ich gerade auf deren Webseite gepostet:
Seit wann fordert DHL deutsche Bürger zur Begehung von Straftaten auf? Auf jedem blauen Paketzustellungszettel ist klar und deutlich die Forderung nach dem mounten einer DDoS-Attacke gegen die Deutsche Post zu lesen. Wer hat diesen Mist genehmigt?
PS: Nein, leider ist das kein Scherz! Formulierungskünstler in Ihrer Firma schrieben auf den Zettel nach Deutscher Norm-Lesart folgenden Text:
"Bitte vernichten Sie: Mit freundlichen Grüßen Ihre Deutsche Post"
Es ist im Internet per DDoS-Attacke problemlos möglich, mit Hilfe freundlicher Grüße eine Firma zu vernichten. Es stellt allerdings ganz klar eine strafbare Handlung dar. Ich würde empfehlen, diese gefährliche Formulierung durch ein korrigiertes Layout der blauen Zettel zu beseitigen.

Meine Frage an DHL

Die typische Reaktion eines DHL-Webservers