P2P
TOR
Bei mir läuft inzwischen auch ein TOR-Server. Warum? Weil ich TOR brauchte ;)
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Die Anwendungsfälle von mir sind:
- Manche IPs wollen einfach nach Deutschland keine Daten liefern. Sie verlangen eine aus Amerika, China oder woher auch immer. TOR stellt genau das zur Verfügung.
- Und es gibt andere Webseiten, die blocken IPs sobald man mal N Requests an sie gestellt hat oder über einen längeren Zeitraum Daten permanent abruft. Auch diese Gesellen scheinen sich an TOR die Zähne auszubeißen. Wundert mich allerdings auch etwas, es ist doch so einfach, TOR-Exit-Nodes zu blocken! Andererseits blocken sie dann auch viele andere Surfer die inzwischen TOR usw. verwenden.
Da ich anfing, TOR zu verwenden, bedeutet es, dass ich dem Netzwerk einiges an Bandbreite wegnehme. Da ich in Deutschland bin betreibe ich aus Sicherheitsgründen keinen Exit-Node (sorry), was aber bedeutet, dass ich für mich einiges an Bandbreite im TOR-Netzwerk für mich verbrauche. So etwas ist schlecht, wenn man nicht zurückgibt.
TOR verwendet immer 3 HOPs und einen Exit-Node. Wertet man den Exit-Node 7-fach bedeutet das, dass man als reiner Non-Exit-Node-Betreiber 10 Mal die Bandbreite die man selber verbraucht an das TOR-Netzwerk zurückgeben muss damit das Netzwerk nicht leidet.
Genau das tue ich. Ich denke, ich gebe sogar weit mehr zurück als ich für mich nutze, dazu lasse ich ja auch einen Directory-Server laufen.
Der Node
Mein TOR-Node hat übrigens den namen "tin0". Das korrespondiert mit meiner Domain unter der z. B. der I2PinProxy läuft.
Der Node läuft auf einer alten eigentlich abzuschaltenden Experimentalmaschine, d. h. läuft getrennt von I2P und Freenet. Die Maschinen stehen bei verschiedenen ISPs und unterhalten sich fast LAN-schnell über das DeCIX.
Und wenn man mich fragt: Genau dafür ist das Peering im DeCIX ja da, über solch ein Setup soll sich bitte keiner aufregen, im Gegenteil, die sollen froh sein, dass ich meine Server nicht so anordne, dass Interkontinentalleitungen dazwischen sind ;)
Was habe ich sonst so noch vor mit TOR?
Das ist alles Zukunftsmusik die sich vielleicht erst 2008 oder erst später realisiert!
- Ich bastle gerade an einem Übergang von TOR zu I2P. Von TOR aus kann man zwar I2P bereits irgendwie über meinen I2PinProxy nutzen. Aber ich habe vor, einen Exit-Node für "*.i2p:80" in TOR zu definieren, so dass man aus TOR direkt zu I2P-URLs kommt.
Cool? Aber ganz sicher wäre das cool! Insbesondere könnte man über derartige Circuits jede normale I2P-Destination nutzen und nicht nur HTTP. D. h. wir haben dann ein "Socks-4a-Interface zu I2P". Das wäre ziemlich krank, aber stark. Womit ich momentan allerdings etwas Probleme habe ist, wie klinkt man das transparent in TOR ein. Dazu muss ich mich etwas tiefer in TOR eingraben, vielleicht geht es über einen HTTP-Connect-Proxy, werde ich noch sehen.
- Außerdem habe ich vor, dass man den Socks-Port von TOR über I2P ansprechen kann. Derzeit habe ich noch etwas bedenken, denn mir ist nicht ganz klar, wie man TOR dabei die lokale Steuerung abdreht. Evtl. muss da also ein Filter dazwischen, und so etwas ist immer mühsam.
-Tino, 2007-03-01